Sprunghaft steigende US-Renditen belasten globale Aktienmärkte
Die Renditen von US-Staatsanleihen sind am Freitag deutlich gestiegen und haben die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten gedämpft. Auslöser waren Sorgen, dass die anhaltende Pattsituation im Nahen Osten den Inflationsdruck verstärken könnte. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries kletterte auf 4,595% und erreichte damit den höchsten Stand seit Februar 2025. Zugleich verzeichnete sie den größten Tagesanstieg seit mehr als einem Jahr. Die Rendite 30-jähriger US-Anleihen stieg auf 5,127% und markierte den höchsten Schlussstand seit Juli 2007.
An der Wall Street schlossen alle drei großen Indizes deutlich im Minus. Besonders stark gerieten US- und globale Chipwerte unter Druck, nachdem sie im vergangenen Monat kräftig zugelegt hatten. Parallel zogen die Ölpreise weiter an, was Inflationsängste erneut befeuerte. Zuvor hatte Trump erklärt, die USA seien nicht darauf angewiesen, dass die Straße von Hormus offen bleibe, während die Energievorräte sinken.
Auch die Überseebörsen zeigten Schwäche. Der südkoreanische KOSPI brach um mehr als 6% ein. Der japanische Nikkei 225 fiel ebenfalls deutlich, nachdem die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen nach einem starken Anstieg der Erzeugerpreise im April auf den höchsten Schlussstand seit 1997 gestiegen war. (Jinshi)