FINANZEN: Schwache Nachfrage bei US-Staatsanleihen – schlechteste Auktionswoche seit 2024, Iran-Krieg verunsichert den Bondmarkt
Die US-Staatsanleihenauktionen haben in dieser Woche ein deutlich schwächeres Bild geliefert – die schlechteste Dreifach-Serie seit Mai 2024. Sowohl die 2-jährigen Notes im Volumen von 69 Mrd. US-Dollar als auch die 5-jährigen (70 Mrd. US-Dollar) und die 7-jährigen Papiere wurden zu Renditen oberhalb der Marktniveaus platziert, da Investoren angesichts der geopolitischen Risiken zurückhaltend blieben.
Statt einer klassischen Flucht in sichere Häfen dominieren derzeit inflationsgetriebene Sorgen durch steigende Ölpreise. Entsprechend fielen die Renditen nicht, sondern stiegen: Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries kletterte von 3,96% Ende Februar in der ersten Woche der Kämpfe zeitweise auf 4,26%.
Zusätzliche Verunsicherung kam aus Teheran. Der Sprecher des iranischen Parlaments verschärfte den Ton und erklärte Käufer von US-Staatsanleihen neben Militärbasen zu \u0022legitimen Zielen\u0022. Pentagon-Vertreter teilten Abgeordneten mit, die ersten sechs Tage des Iran-Kriegs hätten mehr als 11,3 Mrd. US-Dollar gekostet. US-Präsident Trump verlängerte den Stopp für Angriffe auf iranische Energieanlagen um 10 Tage und verwies auf laufende Gespräche.