Bitcoin-ETFs: Abflüsse setzen sich im Juni fort – Stabilisierung bis Mitte Juni erwartet

BlockBeats berichtet am 8. Juni: US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche einen Nettoabfluss von 1,72 Mrd. US-Dollar – der größte wöchentliche Nettoabfluss seit Februar 2025. Besonders stark betroffen war BlackRocks IBIT, der Spot-Bitcoin-ETF mit den höchsten Nettovermögenswerten: Er verlor 1,34 Mrd. US-Dollar und meldete damit den größten Wochenabfluss seit dem Start im Januar 2024. Der Abwärtstrend bei den Mittelzuflüssen setzt sich damit seit Mai fort. Der Mai endete insgesamt mit einem monatlichen Nettoabfluss von 2,43 Mrd. US-Dollar. Andri Fauzan Adziima, Research-Leiter am Bitrue Institute, führt die Abflüsse vor allem auf makroökonomische Schlagzeilen zurück, insbesondere auf die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten. Der starke Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls) für Mai 2026 unterstrich die Robustheit des Arbeitsmarkts, senkte die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Zinssenkungen durch die Fed und ließ die Renditen von US-Staatsanleihen steigen. Das habe verzinsliche Anleihen im Vergleich zu Bitcoin, der keine laufenden Erträge bietet, deutlich attraktiver gemacht. Zusätzlich sorgt erhöhte geopolitische Unsicherheit für eine ausgeprägte Risk-off-Stimmung. In den vergangenen Handelstagen gerieten nicht nur digitale Vermögenswerte unter Druck, sondern auch Bereiche wie Künstliche Intelligenz, Tech-Aktien und Gold. Der Abflussdruck dürfte bis Anfang Juni anhalten. Für die Zeit von Mitte bis Ende Juni wird eine Stabilisierung oder eine leichte Rückkehr ins Plus erwartet, sobald die Panik nachlässt, saisonale Faktoren im Juni stützen und mögliche Entspannungssignale aus dem Makroumfeld neue Zuflüsse auslösen.