BlackRock's Bitcoin-ETF verzeichnet 317 Mio. US-Dollar Abflüsse – XRP-ETF zieht kräftige Zuflüsse an

Nach Angaben von CoinDesk ist die sechswöchige Erfolgsserie des Bitcoin-ETFs von BlackRock abrupt gerissen. In der Abflussphase schwankte der Bitcoin-Kurs zwischen 76.000 und 78.000 US-Dollar und gab intraday um rund 3% bis 5% nach, ausgelöst durch verstärkte institutionelle Rückgaben. Der Fonds, der zeitweise als größter Kapitalmagnet der Krypto-Geschichte galt, wechselte damit auf die Verkäuferseite. Für die Woche bis zum 15. Mai meldeten Spot-Bitcoin-ETFs netto Abflüsse von 1 Mrd. US-Dollar und beendeten damit sechs Wochen in Folge mit Nettozuflüssen. Den größten Abfluss verzeichnete ARKB (ARK 21Shares) mit 324,2 Mio. US-Dollar. IBIT (BlackRock) kam auf Netto-Rückgaben von 317,1 Mio. US-Dollar. Fidelity's FBTC verlor in derselben Woche 259 Mio. US-Dollar – laut Bericht das drittgrößte Abflussereignis bei ETPs seit 2026, begünstigt durch geopolitische Risikoaversion und Spannungen im Zusammenhang mit Iran. Auch Ethereum-ETFs gerieten unter Druck und verzeichneten Abflüsse von 255,11 Mio. US-Dollar. Auffällig ist die gegenläufige Entwicklung bei XRP und Solana: Beide zogen in einer Phase, in der andere große Krypto-ETPs Mittelabflüsse sahen, neues institutionelles Kapital an. Diese Preisdifferenzierung rückt stärker in den Fokus. Beim Blick auf BTC/USD stellt sich die Frage, ob der Kurs vor einer möglichen nächsten Abflusswelle wieder in Richtung 78.500 US-Dollar laufen kann. Das Handelsvolumen blieb während der Abflüsse hoch – ein Zeichen anhaltender Aktivität institutioneller Akteure, zugleich aber auch für aktiven Verkaufsdruck. Der Bericht skizziert drei Szenarien: - Bullishes Szenario: IBIT dreht bei den Tagesflüssen ins Plus und verbucht einen eintägigen Umschwung von +144,1 Mio. US-Dollar. Dazu kommen besser als erwartete Makrodaten; Bitcoin testet erneut die Widerstandszone 80.000 bis 82.000 US-Dollar. - Basisszenario: Der Markt verarbeitet die Abflussbelastung und wartet auf den CLARITY Act sowie anstehende Konjunkturdaten; Bitcoin bewegt sich in einer Spanne von 76.000 bis 78.500 US-Dollar. - Bearishes Szenario: ETF-Abflüsse setzen sich in der zweiten Woche in Folge fort. Die Unterstützung bei 76.500 US-Dollar wird unterschritten. Einige Analysten sehen bei einem Bruch dieser Marke Risiken bis unter 70.000 US-Dollar. Während bei BlackRock's Bitcoin-Fonds Abgaben dominieren, zeigt sich XRP deutlich fester. Die wöchentlichen Zuflüsse in XRP-ETFs stiegen laut Bericht auf bis zu 67,6 Mio. US-Dollar, darunter ein Tageszufluss von 18,25 Mio. US-Dollar. Das verwaltete Vermögen (AUM) der XRP-ETFs liegt demnach bei 1,25 Mrd. US-Dollar. Am Spotmarkt handelt XRP zwischen 1,36 und 1,42 US-Dollar; technisch gilt 1,35 US-Dollar als Unterstützung, 1,44 US-Dollar als nächster Widerstand. Mit der wachsenden Nachfrage nach Bitcoin-Infrastruktur richtet sich der Blick des Marktes verstärkt auf frühe Infrastrukturprojekte. Institutionelle Anleger bevorzugen demnach Assets mit klarer praktischer Nutzbarkeit: XRPs Zahlungsinfrastruktur und Solanas hohe Transaktionskapazität stehen exemplarisch für einen Trend hin zu Anwendungen mit Real-World-Bezug. Bitcoin bleibt zwar als Wertspeicher etabliert, weist laut Bericht aber weiterhin klare Einschränkungen auf – langsame Transaktionen, hohe Gebühren und kaum Programmierbarkeit. Im Umfeld dieser Debatte verweist der Newsletter zudem auf ein Projekt, dessen Presale über 32,7 Mio. US-Dollar eingesammelt hat. Der aktuelle Preis liegt bei 0,0136803 US-Dollar; frühe Teilnehmer sollen Staking-Rewards erhalten. Genannt werden unter anderem eine dezentrale "Canonical Bridge" für native BTC-Transfers sowie Smart-Contract-Ausführung mit niedriger Latenz. Der Beitrag enthält außerdem einen Hinweis auf 99Bitcoins (gegründet 2013) sowie den Autor Alex Ioannou, der als Onchain-Journalist, Trader und Marktanalyst mit mehr als sieben Jahren Erfahrung im Digital-Asset-Bereich vorgestellt wird.