US-Kongress bringt Bitcoin-Reserve-Gesetz erneut ein; StablR nach Angriff mit 2,8 Mio. US-Dollar Gewinn für Angreifer depegged

Die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen 24 Stunden im Kryptomarkt: US-Republikaner treiben "Bitcoin Reserve Act" voran – Ziel: 5% des weltweiten BTC-Angebots US-Republikaner beschleunigen die Arbeit an einem neuen Gesetzespaket (ARMA Act), das die Einrichtung einer nationalen Bitcoin-Reserve vorsieht. Der Plan: langfristig rund 5% des global umlaufenden Bitcoin-Bestands zu halten. Innerhalb der Partei wird eine strategische Bitcoin-Reserve als Bestandteil finanzieller und geopolitischer Konkurrenz positioniert. Bei einer Verabschiedung könnte die US-Regierung zu einem der größten Bitcoin-Halter weltweit werden und das Narrativ von BTC als "digitalem Gold" und staatlichem Reserve-Asset weiter stärken. Michael Saylor: "Diese Woche haben wir Anleihen gekauft, nicht Bitcoin" Michael Saylor schrieb, in dieser Woche seien Anleihen statt Bitcoin gekauft worden. Er ergänzte: "₿itVac is charging." Forscher warnen: KI beschleunigt Quantencomputing – Krypto-Sicherheitswettlauf nimmt Fahrt auf Laut CoinDesk beschleunigt KI die Entwicklung von Quantencomputing und zwingt die Branche, bestehende Sicherheitsannahmen neu zu bewerten. Project Eleven-CEO Alex Pruden verweist darauf, dass Machine Learning bereits zur Optimierung der Quanten-Fehlerkorrektur eingesetzt werde – einem der größten Engineering-Engpässe. Illia Polosukhin (NEAR Protocol, ehemaliger Google-AI-Forscher) warnt vor "harvest now, decrypt later": Angreifer könnten heute verschlüsselten Traffic sammeln, um ihn später mit leistungsfähiger Hardware zu entschlüsseln – und das könne bereits passieren. Da viele Blockchains auf elliptischer Kurvenkryptografie basieren, könnten ausreichend starke Quantencomputer theoretisch aus Public Keys Private Keys ableiten und Wallets kompromittieren. Ethereum, Solana und NEAR arbeiten an Migrationspfaden zu postquantenresistenter Kryptografie. FTX: Ex-Kanzlei und Prüfer zahlen zusammen rund 66 Mio. US-Dollar zur Beilegung von Betrugsvorwürfen Im Rahmen einer Sammelklage haben Fenwick & West (ehemalige externe Hauptkanzlei von FTX) einer Zahlung von 54 Mio. US-Dollar zugestimmt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Prager Metis zahlt 11,75 Mio. US-Dollar. Udonis Haslem, früherer Miami-Heat-Spieler und ehemaliger FTX-Promoter, zahlt 420.000 US-Dollar. Insgesamt beläuft sich der Vergleich auf rund 66 Mio. US-Dollar; die Unterlagen wurden am Freitag beim US-Bezirksgericht in Miami eingereicht. Fenwick & West bestreitet Fehlverhalten und erklärt, keine Kenntnis von betrügerischen Aktivitäten bei FTX gehabt zu haben. Unberührt bleibt eine weitere Zivilklage über 525 Mio. US-Dollar in Washington, D.C. FTX kollabierte im November 2022. Sam Bankman-Fried wurde wegen der Veruntreuung von rund 8 Mrd. US-Dollar Kundengeldern zu 25 Jahren Haft verurteilt und legt Berufung ein. Aus der Insolvenzmasse wurden bislang über 5 Mrd. US-Dollar an Gläubiger zurückgeführt. ZachXBT: StablR-Verträge mutmaßlich kompromittiert – Schaden womöglich über 3 Mio. US-Dollar Der Onchain-Analyst ZachXBT berichtet, zwei Verträge des europäischen Stablecoin-Emittenten StablR könnten kompromittiert worden sein; der potenzielle Schaden liege bei über 3 Mio. US-Dollar und betreffe EURR sowie USDR. Die Mittel des Angreifers seien über die CCTP-Plattform auf Noble gekommen. Zudem wurden sieben Angreifer-Adressen genannt. StablR: EURR und USDR verlieren Bindung – Angreifer realisiert laut Blockaid rund 2,8 Mio. US-Dollar Gewinn StablR wurde laut Bericht über einen längeren Zeitraum angegriffen, wodurch der eurobesicherte Stablecoin EURR und der dollarbesicherte USDR depeggten. Die Sicherheitsfirma Blockaid geht davon aus, dass der Angreifer die Kontrolle über einen Private Key der Minting-Multisig erlangte und im Rahmen einer 1/3-Signaturregel weitere Administratoren ersetzte. Dadurch sollen zusätzlich 8,35 Mio. USDR und 4,5 Mio. EURR geprägt worden sein. Anschließend wurden Token im Gegenwert von etwa 10,4 Mio. US-Dollar über einen DEX in rund 1.115 ETH getauscht; der Nettogewinn wird auf etwa 2,8 Mio. US-Dollar geschätzt. EURR fiel zeitweise auf rund 0,88 US-Dollar, USDR auf rund 0,70 US-Dollar. Blockaid betont, Ursache sei keine Smart-Contract-Schwachstelle, sondern mangelhafte Key- und Governance-Prozesse. Bankr plant "Bankr Fund" für Investments in Ökosystemprojekte Der Bankr-Entwickler @0xDeployer kündigte an, einen Bankr Fund starten zu wollen, der reales Kapital in führende Projekte des Bankr-Ökosystems investiert. Ein erstes Investment werde in den kommenden Wochen angestrebt. Zuletzt hätten mehrere AI-Projekte im Base-Ökosystem ihre Token über Bankr gelauncht; unter anderem LFI und GITLAWB hätten rasch Marktzuspruch gefunden, mit Marktkapitalisierungen von über 20 Mio. US-Dollar. Russland verschärft Mining-Regeln: ASIC-Miner müssen Netzwerkadressen melden Russland weitet die Meldepflichten für Miner und Betreiber von Mining-Infrastruktur aus. Das nationale Register soll künftig auch Netzwerkadressen der für Krypto-Mining eingesetzten Geräte (ASIC-Miner) enthalten. Das Finanzministerium begründet die Maßnahme mit effizienterer Regulierung und der Aufklärung von Verstößen im Zusammenhang mit Digital-Asset-Transaktionen. Netzbetreiber sollen die Auslastung in Regionen mit hoher Mining-Dichte präziser überwachen können. Zugriff auf Registerdaten erhalten staatliche Stellen, Gerichte, die Zentralbank Russlands und Netzbetreiber. Die Pflege des Registers liegt beim föderalen Steuerdienst. Bereits heute müssen Miner und Betreiber u. a. Geräteinformationen (Hersteller, Modell, Seriennummer, Algorithmus, Hashrate, Stromverbrauch, Betriebsmodus) sowie Mining-Aktivitätsdaten (Mengen und Arten der geminten Kryptowährungen, Mining-Pool, Links zu Online-Statistiken) einreichen und aktualisieren. Südkorea: Petition zur Abschaffung der Krypto-Steuer überschreitet 50.000 Unterschriften – Thema im Parlament Eine landesweite Petition mit dem Titel "Eliminate Virtual Asset Taxes" hat binnen acht Tagen über 50.000 Unterschriften gesammelt und wurde damit auf die Agenda der Nationalversammlung gesetzt. Zuständig ist der Finanz- und Wirtschaftsausschuss, der das Finanzministerium und die Steuerbehörde beaufsichtigt; anschließend wird entschieden, ob eine Befassung im Plenum erfolgt. Die Initiatoren argumentieren, nach Abschaffung der Finanzanlageertragssteuer auf Aktien und angesichts steuerlicher Anreize sei eine separate Besteuerung ausschließlich von Kryptowährungen nicht angemessen; das System müsse grundsätzlich überprüft werden, nicht nur punktuell angepasst. Ethereum Foundation: Kritik an Verkäufen und Kommunikation – Forscher verteidigen Fokus auf Protokollentwicklung Die Ethereum Foundation steht laut Cointelegraph wegen ETH-Verkäufen, Unstaking und begrenzter öffentlicher Kommunikation in der Kritik. Blockchain-Forscher und Investor William Mougayar hält dagegen: ETH (Asset), Ethereum (geteilte Computing-Infrastruktur) und die Foundation (gemeinnützige Organisation) seien klar zu trennen. Eine Aufgabe der Foundation bestehe darin, das Protokoll voranzubringen; eines der Ziele sei sogar, die Gründer schrittweise irrelevant zu machen. Die Foundation verfolge eine "Subtraction Strategy": Protokoll-Upgrades vorantreiben, Grundlagenforschung finanzieren und den eigenen zentralen Einfluss reduzieren. Bericht: CFTC-Beamte nach regulatorischen Einwänden suspendiert und zum Rücktritt gedrängt Eine Untersuchung der New York Times berichtet, mehrere ranghohe CFTC-Mitarbeiter, die regulatorische Bedenken zu Polymarket, Crypto.com sowie Gemini-nahen Unternehmen geäußert hätten, seien später suspendiert, internen Untersuchungen unterzogen und zum Rücktritt gedrängt worden. Allen drei Unternehmen werden Geschäftsbeziehungen zur Trump-Familie vorgeworfen. Dem Bericht zufolge sollen die damalige kommissarische CFTC-Vorsitzende Caroline Pham und ihre leitende Beraterin eingegriffen haben, um den genannten Unternehmen Genehmigungen zu erleichtern. Bis Ende 2025 seien fünf Beamte, die Bedenken vorbrachten oder Krypto-Regulierung durchsetzten, beurlaubt und untersucht worden, ohne Begründung. Nach ihrem Ausscheiden wechselte Pham zu MoonPay, einem Krypto-Unternehmen mit Verbindungen zu Polymarket; Beraterin Brigitte Weyls wurde General Counsel bei Gemini Titan, dem Unternehmen, dessen Antrag sie zuvor unterstützt hatte. Auf Enforcement-Ebene habe die CFTC mindestens fünf Krypto-Untersuchungen eingestellt; die Zahl der Maßnahmen sei von über 80 unter der Biden-Regierung auf zwei während Trumps Amtszeit gefallen. Das Weiße Haus wies Interessenkonflikte zurück und erklärte, Präsident Trump handle ausschließlich im Interesse der US-Bevölkerung. Keyrock: Krypto wird Standard-Zahlungsschicht für KI-Agenten – 98,6% der Transaktionen in USDC Keyrocks aktueller Report zeigt, dass Krypto-Zahlungsrails zunehmend zur Default-Payment-Layer für KI-Agenten werden. In den vergangenen zwölf Monaten hätten KI-Agenten über 176 Mio. Blockchain-Transaktionen abgewickelt, mit einem Abwicklungswert von über 73 Mio. US-Dollar. Da Agenten autonom Daten, Cloud-Rechenleistung, API-Services und Inferenzressourcen kaufen, stoßen klassische Bankzahlungen bei hochfrequenten Kleinstbeträgen an Grenzen. Rund 76% der Agentenzahlungen liegen unter 30 Cent; Onchain-Stablecoin-Transfers können nur einen Bruchteil eines Cents kosten. Coinbase, Stripe, Google und Visa bauen Infrastruktur für Machine-to-Machine-Payments auf. Coinbases x402-Protokoll ermöglicht KI-Agenten, Onchain-Analytics und Cloud-Services direkt mit USDC zu bezahlen. Der Anteil von USDC an AI-Agent-Payments liegt bei 98,6%. Der Report sieht damit Circle weiter als Schlüsselfaktor im Krypto-Payment-Sektor, weist aber auch auf eine wachsende Abhängigkeit von einem einzelnen Stablecoin-Emittenten hin. Meme-Token-Trends (GMGN), Stand 25. Mai, 09:00 Top 5 der beliebtesten ETH-Token (24h): HEX, SHIB, LINK, PEPE, mUSD Top 5 Trending-Token auf Solana (24h): TROLL, neet, WORLDCUP, HANTA, Buttcoin Top 5 der beliebtesten Token auf Base (24h): TOSHI, KEYCAT, BRETT, CLANKER, LUNA Lesestoff der letzten 24 Stunden - a16z: 7 Grafiken, wie Tokenisierung die Natur von Assets verändert. Der Markt für tokenisierte Assets (RWA) überschritt zuletzt 30 Mrd. US-Dollar und liegt derzeit bei rund 34 Mrd. US-Dollar (ohne Stablecoins). Vor zwei Jahren lag er noch unter 3 Mrd. US-Dollar. Als Treiber werden u. a. klarere Stablecoin-Regeln durch den US GENIUS Act, reifere institutionelle Onchain-Infrastruktur und der Einstieg von Finanzinstituten in Blockchain-Deployments genannt. - Analyse zu Hyperliquid: Erfolg erklärt über einen "Five-Layer Financial Stack". Kernaussage: Institutionelle Finanzinfrastruktur wird von der Settlement-Schicht aus aufgebaut; erst wenn diese unter Stress zuverlässig funktioniert, lassen sich darüber komplexere Produkte sinnvoll erschließen.