US-Seeblockade gegen Iran in Kraft: Spannungen in der Straße von Hormus nehmen zu

BlockBeats berichtet: Am 14. April ist die US-Seeblockade gegen Iran in der Nacht Ortszeit offiziell in Kraft getreten. Nach Angaben aus den USA wurden mehr als 15 Kriegsschiffe in die Region verlegt; US-Einheiten beginnen, Schiffe bei der Ein- und Ausfahrt der Straße von Hormus abzufangen. Donald Trump erklärte, 158 iranische Marinefahrzeuge seien zerstört worden. Zudem warnte er, jedes "Schnellangriffsboot", das sich der Blockadezone nähere, werde umgehend ausgeschaltet. Schifffahrtsdaten zeigen, dass Öltanker ihre Routen in großem Umfang um die Straße von Hormus herum verlegen. Der Verkehr ist erneut beeinträchtigt. Die Internationale Energieagentur (IEA) bestätigte, dass der Konflikt in Iran mehr als 80 Öl- und Gasanlagen beschädigt hat. Teheran weist die Drohkulisse zurück und erhöht die Alarmstufe. Der amtierende Verteidigungsminister teilte mit, die Streitkräfte seien in den höchsten Bereitschaftsstatus versetzt worden. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten, bei anhaltenden Kämpfen würden neue Gefechtsmethoden eingesetzt. Das iranische Militär kündigte außerdem einen "dauerhaften Mechanismus zur Kontrolle der Straße von Hormus" an und warnte: Wenn die Sicherheit von Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman bedroht werde, gelte für alle regionalen Häfen "entweder Sicherheit für alle oder für niemanden". Ein Sprecher des Obersten Nationalen Sicherheitsrats bezeichnete Trumps Blockadedrohung als "Bluff". Parallel laufen diplomatische Bemühungen weiter. Vertreter der USA und Irans bestätigen, dass die Gespräche fortgesetzt werden. Streitpunkt bleibt die Dauer einer Aussetzung der Urananreicherung: Washington fordert 20 Jahre, Teheran drängt auf eine kürzere Frist. Russische Medien berichten, die nächste Runde könnte am 16. in Islamabad, Pakistan, stattfinden. Pakistans Verteidigungsminister erklärte ebenfalls, die Aussichten auf eine Wiederbelebung der Verhandlungen seien weiterhin gegeben. Irans Außenminister Alirzaei habe mit Russlands Außenminister Lawrow telefoniert, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Zudem sagte der iranische Parlamentsvize, Iran habe als Geste des guten Willens die Verdünnung von 450 Kilogramm angereichertem Uran vorbereitet. Im Libanon-Kontext setzt Israel seine Luftangriffe im Süden des Landes fort; mindestens sieben Menschen kamen ums Leben. Die israelische Armee kündigte eine Ausweitung der Operationen an, sprach von der Tötung von mehr als hundert Hisbollah-Kämpfern und strebt demnach eine tiefere Sicherheits-Pufferzone an. Israels Ministerpräsident sagte, der Waffenstillstand mit Iran "könnte bald enden", und unterstützte Trumps Blockade öffentlich. Der Hisbollah-Chef erklärte, die Gruppe werde nicht entwaffnen und den Widerstand fortsetzen. Libanons Außenminister betonte, direkte Gespräche zwischen Libanon und Israel hätten bestätigt, dass die libanesische und die iranische Frage getrennte Dossiers seien und beide Linien parallel vorangetrieben würden.