US-Gericht billigt Aaves Plan zur Übertragung von 71 Mio. US-Dollar in ETH aus mutmaßlichem Nordkorea-Hack
Laut Huo Xing Finance hat die US-Bezirksrichterin Margaret Garnett (Southern District of New York) am 9. Mai den von Aave vorgelegten Plan zur Rückgewinnung von Vermögenswerten nach dem rsETH-Angriff genehmigt. Damit darf ETH im Gegenwert von rund 71 Mio. US-Dollar, die zuvor auf Arbitrum eingefroren worden waren, auf Wallets übertragen werden, die von Aave kontrolliert werden.
Aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass die Entscheidung die bislang gegen die Arbitrum DAO erlassene Verfügung anpasst. Die Community kann die Übertragung nun per Onchain-Governance-Abstimmung abschließen. Teilnehmer an Abstimmung und Transfer werden im Zusammenhang mit diesem Vorgang von einer entsprechenden rechtlichen Haftung ausgenommen.
Der Vorfall geht auf den rsETH-Angriff im April zurück, der weithin der Lazarus Group zugeschrieben wird, die mit Nordkorea in Verbindung gebracht wird. Zuvor hatten Anwälte, die Familien von Opfern nordkoreanischen Terrorismus vertreten, versucht, die Vermögenswerte einzufrieren und sie in ausstehende Urteile in Höhe von rund 877 Mio. US-Dollar einzubeziehen.
Die Arbitrum-Community hat in einer Snapshot-Stimmungsabfrage bereits deutliche Unterstützung dafür signalisiert, die eingefrorenen ETH in Aaves Recovery-Plan zurückzuführen. Für die tatsächliche Übertragung ist weiterhin eine formelle Onchain-Governance-Genehmigung erforderlich.
Der Bericht ordnet den Fall in breitere Bemühungen US-amerikanischer Kläger ein, Krypto-Vermögenswerte mit Nordkorea-Bezug zurückzuholen. Neben Arbitrum hatten Kläger zuvor auch das Privacy-Protokoll Railgun DAO verklagt und die Digital Currency Group (DCG) als Beklagte benannt. Dabei wird DCG eine Beteiligung an entsprechenden Governance- und wirtschaftlichen Aktivitäten vorgeworfen.