US-Richterin erlaubt Aave Rückholung von 71 Mio. US-Dollar in eingefrorenem ETH nach Nordkorea-Exploit
Eine Bundesrichterin in Manhattan hat am Freitag den Weg dafür freigemacht, dass die Arbitrum DAO 30.765 eingefrorene ETH (rund 71 Mio. US-Dollar) in eine von Aave kontrollierte Wallet übertragen kann. Richterin Margaret Garnett änderte dazu eine zuvor erlassene Pfändungs- bzw. Sperranordnung, die die bislang größte koordinierte Rückholaktion im DeFi-Sektor blockiert hatte.
Bei den betroffenen Geldern handelt es sich um Mittel aus dem Bridge-Exploit bei Kelp DAO im April, bei dem insgesamt 292 Mio. US-Dollar entwendet wurden. Der Angriff wird der Lazarus Group zugeschrieben.
Gläubiger mit einem Terrorismusurteil und offenen Forderungen von 877 Mio. US-Dollar gegen Nordkorea hatten versucht, die ETH auf Grundlage des "Terrorism Risk Insurance Act" zu pfänden.
Die DeFi-United-Koalition aus Aave, Kelp, EtherFi, LayerZero und Compound stellte zudem Zusagen über 311 Mio. US-Dollar bereit, um die Deckung von rsETH wieder aufzufüllen. Der Anspruch der Terrorismus-Kläger bleibt trotz der Übertragung bestehen; der Rechtsstreit ist damit nicht beendet. Die Entscheidung gilt dennoch als bedeutender Präzedenzfall für künftige Onchain-Rückholaktionen und die Frage der Eigentumsrechte an digitalen Vermögenswerten.