US-Justiz geht gegen globale Krypto-Betrugsnetzwerke vor – Kryptowährungen im Wert von über 700 Mio. US-Dollar beschlagnahmt

Das US-Justizministerium (DOJ) hat koordinierte Maßnahmen gegen mutmaßliche Betrugszentren in Südostasien bekannt gegeben, die Amerikaner um Milliarden betrogen haben sollen. Im Zuge der Aktion erhoben die Behörden Anklage gegen zwei chinesische Staatsangehörige, die in Burma ein Krypto-Betrugsgelände betrieben haben sollen. Zudem wurde ein Telegram-Kanal beschlagnahmt, über den Arbeitskräfte in Betrugsstrukturen in Kambodscha vermittelt worden sein sollen. Über 500 gefälschte Investment-Websites wurden abgeschaltet. Die Ermittler froren außerdem Kryptowährungen im Wert von mehr als 700 Mio. US-Dollar ein, die mit der Geldwäsche aus sogenannten "Pig-Butchering"-Betrugsfällen in Verbindung stehen – einer der am schnellsten wachsenden Betrugskategorien mit US-Opfern. Parallel verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen Betreiber in Kambodscha, während das US-Außenministerium Belohnungen im Zusammenhang mit einem großen Betrugskomplex in Burma ankündigte. Nach Angaben der Behörden handelt es sich um ein ressortübergreifendes Vorgehen der US-Regierung gegen transnationale Cybercrime-Netzwerke, die Opfer über gefälschte Krypto-Investmentplattformen ausbeuten.