US-Wirtschaft schafft im Mai 172.000 neue Stellen und übertrifft Prognosen

US-Arbeitgeber haben im Mai 172.000 neue Stellen geschaffen und damit die Erwartungen deutlich übertroffen. Laut The Kobeissi Letter lag die Konsensschätzung bei rund 85.000. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 4,3% und entsprach damit den Prognosen. Zusätzlich wurden die Beschäftigungszahlen der Vormonate nach oben korrigiert. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) hob die Lohn- und Gehaltsabrechnungen für März und April zusammen um 93.000 Stellen an; allein der April wurde um 64.000 nach oben revidiert. The Kobeissi Letter wertete die Revisionen als Hinweis darauf, dass die Einstellungsdynamik stärker war als zunächst gemeldet, und sprach vom zweitstärksten US-Arbeitsmarktbericht der vergangenen 13 Monate. Breite Einstellungsbasis trotz Unsicherheiten Die Daten treffen auf ein Umfeld mit anhaltenden Inflationssorgen und geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Dennoch blieb die Einstellungstätigkeit in weiten Teilen der Wirtschaft stabil. Das Arbeitsministerium hatte zuvor gemeldet, dass die offenen Stellen im April auf 7,6 Millionen gestiegen sind; Entlassungen und freiwillige Kündigungen veränderten sich kaum. Auch der private Arbeitsmarkt zeigte Zuwächse: ADP meldete für Mai ein Plus von 122.000 Stellen. Die Einstellungen seien bei Unternehmen nahezu jeder Größe und in den meisten Sektoren erfolgt; Schwäche habe es lediglich in den Branchen Information sowie Rohstoffe/Natural Resources gegeben. ADP-Chefökonomin Dr. Nela Richardson sagte, die Einstellungen seien im Mai breiter abgestützt gewesen als in den vergangenen Jahren, der Arbeitsmarkt zeige zum Start der Sommer-Saison weiterhin Schwung. Fed, Märkte und globale Risiken im Blick Der Bericht ist die erste große Arbeitsmarktveröffentlichung unter Fed-Chair Kevin Warsh, der sein Amt im vergangenen Monat antrat. Ökonomen erwarten weiterhin, dass die US-Notenbank die Zinsen bei der Juni-Sitzung unverändert lässt. Präsident Donald Trump und seine Berater werben zugleich weiter für Zinssenkungen zur Wachstumsstützung. An den Märkten verlief der Handel am Donnerstag uneinheitlich. Technologiewerte standen unter Druck; der Nasdaq fiel zum Handelsstart um mehr als 340 Punkte, belastet vor allem von Schwäche bei Chipwerten. Broadcom, Micron Technology und CrowdStrike setzten ihre Verluste fort. Gleichzeitig floss Kapital in Banken und andere zyklische Werte, während Anleger nach Alternativen jenseits des KI-Themas suchten. Der Ölpreis blieb hoch und notierte nahe 95 US-Dollar je Barrel, gestützt durch anhaltende Angebotsrisiken im Zusammenhang mit globalen Konflikten. Die höheren Energiekosten verstärkten die Sorge vor anhaltender Inflation und einem nachlassenden Wachstum. Auch digitale Vermögenswerte standen weiter unter Druck. Daten von CoinMarketCap zufolge verlor Bitcoin in dieser Woche mehr als 14%, während Ether auf den niedrigsten Stand seit April 2025 fiel. Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Finanzberatung dar. Coin Edition übernimmt keine Verantwortung für Verluste, die aus der Nutzung der genannten Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Leser sollten vor Handlungen im Zusammenhang mit dem genannten Unternehmen Vorsicht walten lassen.