Großbritannien legt Regulierungsrahmen für Stablecoins und tokenisierte Einlagen vor

Laut einem Bericht von ChainCatcher hat das britische Finanzministerium am Rande des London FinTech Festival einen Regulierungsrahmen vorgestellt, der Stablecoins und tokenisierte Einlagen in das bestehende Aufsichtsregime für klassische Zahlungsdienste einbinden soll. Vorgesehen ist, Stablecoins, die für Zahlungen genutzt werden, künftig unter einem geplanten Emissionsregime zu regulieren. Zudem soll die Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA) über Open Banking ausgeweitet werden. Parallel prüft die Regierung Anpassungen für Zahlungsaktivitäten, die von KI-Agenten ausgeführt werden. Mit neuer Gesetzgebung will das Finanzministerium außerdem den administrativen Aufwand für Unternehmen reduzieren, die Stablecoin-Zahlungsdienste anbieten. Zugleich wurde Chris Woolard CBE, Partner bei EY und ehemaliger Interims-CEO der FCA, zum "Wholesale Digital Markets Enabler" ernannt. Er soll die Entwicklung eines tokenisierten Wholesale-Finanzsystems vorantreiben. Zur Unterstützung des Financial Innovation and Technology Hub stellt die Regierung ab April 1 Mio. Pfund Sterling (rund 1,35 Mio. US-Dollar) bereit. City-Ministerin Lucy Rigby erklärte, das Vorhaben solle ein sicheres und wettbewerbsfähiges Zahlungsökosystem schaffen, das die Chancen des technologischen Wandels nutzen kann. Die Regierung verweist auf das transformative Potenzial digitaler Vermögenswerte und der Blockchain-Technologie für die Interaktion von Verbrauchern und Unternehmen mit Finanzdienstleistungen.