US-Rendite 30-jähriger Staatsanleihen steigt auf 5,18% – höchster Stand seit 2007
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen kletterte am Dienstag zeitweise auf 5,181% und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007. Auslöser waren wachsende Sorgen über eine sich beschleunigende Inflation, die weltweit einen Ausverkauf an den Anleihemärkten auslösten.
Zuletzt hatte die 30-jährige US-Rendite dieses Niveau kurz vor der globalen Finanzkrise 2007 erreicht, als die Renditen über alle Laufzeiten hinweg anzogen. Der jüngste Abgabedruck hat Staatsanleiherenditen rund um den Globus auf Mehrjahreshochs getrieben.
Anleger verlangen inzwischen höhere Erträge als Ausgleich für das Halten lang laufender Papiere. Im Fokus stehen Risiken durch steigende Energiepreise im Zusammenhang mit dem Krieg sowie wachsende Haushaltsdefizite. Setzt sich der Ausverkauf fort, könnten höhere Renditen die US-Hypothekenzinsen und Kreditkosten für Unternehmen nach oben treiben und damit die US-Konjunktur belasten.
Ajay Rajadhyaksha, Global Head of Research bei Barclays, schrieb: "Da die globale Verschuldung schneller wächst als die Wirtschaft, die Inflation zunimmt und der politische Wille für fiskalische Reformen fehlt, haben Investoren kaum Gründe, langfristige Anleihen zu halten." (Jinshi)