US-Finanzministerium plant Regeln: Stablecoin-Emittenten sollen AML- und Sanktionsvorgaben erfüllen

Das US-Finanzministerium will laut CoinDesk einen Regelungsvorschlag vorlegen, der Stablecoin-Emittenten zu klaren Standards gegen Geldwäsche und Sanktionsverstöße verpflichtet. Wie aus einer von CoinDesk eingesehenen Zusammenfassung hervorgeht, sollen FinCEN und OFAC gemeinsam Vorgaben ausarbeiten, die die Umsetzung des недавно verabschiedeten GENIUS Act konkretisieren. Vorgesehen sind Kontrollen, um verdächtige Transaktionen zu verhindern, einzufrieren oder abzulehnen. FinCEN will demnach verlangen, dass die Geldwäschepräventionsprogramme der Emittenten in der Lage sind, markierte Transaktionen zu pausieren und mehr Ressourcen auf Hochrisikokunden sowie risikoreiche Aktivitäten zu konzentrieren. Bei Ermittlungen zu bestimmten Zielpersonen sollen regulierte Emittenten ihre Datenbestände nach Aktivitäten durchsuchen, die mit benannten Personen oder Organisationen in Verbindung stehen. OFAC plant risikobasierte Sanktions-Compliance-Schutzmechanismen für Primär- und Sekundärmärkte, um Transaktionen zu identifizieren und zurückzuweisen, die gegen US-Sanktionen verstoßen könnten. Der Entwurf betont zugleich einen industriefreundlichen Ansatz: Finanzunternehmen seien am besten in der Lage, eigene Risiken bei Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu beurteilen, und wer angemessene AML-Maßnahmen vorhalte, werde in der Regel nicht zum Ziel von Durchsetzungsmaßnahmen. Finanzminister Scott Bessent sagte, die Maßnahmen sollten das US-Finanzsystem vor nationalen Sicherheitsbedrohungen schützen, ohne das Wachstum amerikanischer Unternehmen im Stablecoin-Ökosystem zu bremsen. Der Vorschlag soll in eine öffentliche Kommentierungsphase gehen und kann vor der Finalisierung noch angepasst werden.