USA-Iran-Gespräche enden nach 21 Stunden ohne Einigung

Huo Xing Finance berichtet: Am 12. April sind die Gespräche zwischen den USA und Iran nach 21 Stunden ohne Abschluss beendet worden. In zentralen Punkten, darunter das Atomdossier, blieben Differenzen bestehen. Verlauf der Verhandlungen: Die Gespräche zogen sich von Samstag bis in die frühen Stunden des Sonntags (Ortszeit). Al Jazeera zufolge gab es rund fünf Gesprächsrunden, nach jeder Runde folgten schriftliche Austauschformate. US-Medien berichteten, das amerikanische Verhandlungsteam habe mindestens sechs Mal mit Trump kommuniziert und sich zudem mit mehreren Regierungsvertretern in den USA abgestimmt. Iran erklärte, behandelt worden seien sämtliche Kernthemen, darunter die Straße von Hormus, Nuklearfragen, Kriegsreparationen, Sanktionslockerungen sowie ein vollständiges Ende der Feindseligkeiten gegen Iran und den Nahen Osten. US-Darstellung zum Ende der Gespräche: Vance sagte, es sei keine Einigung erzielt worden; zwischen beiden Seiten bestünden weiterhin erhebliche Unterschiede. Kernproblem sei, dass Iran keine klare Zusage abgegeben habe, auf die Entwicklung von Atomwaffen zu verzichten. Die USA hätten einen "letzten Vorschlag" hinterlassen und warteten nun auf Irans Antwort. Vance reiste nach einem vierminütigen Pressestatement nach Washington ab. Iranische Darstellung zum Ende der Gespräche: Iranische Medien warfen den USA unrealistische und überzogene Forderungen vor, die den Weg zu einer Einigung blockiert hätten. Das iranische Außenministerium teilte mit, bei zwei bis drei kritischen Punkten gebe es weiter Differenzen; eine Einigung sei nicht in nur einer Verhandlungsrunde zu erwarten. Laut iranischen Medien hat die iranische Delegation Pakistan verlassen. Ausblick: Termin und Ort der nächsten Runde stehen noch nicht fest. Pakistans Außenminister erklärte, Pakistan werde die USA-Iran-Gespräche weiterhin entschlossen vorantreiben; beide Seiten müssten ihre Waffenstillstandsverpflichtungen einhalten. Das iranische Außenministerium kündigte an, die Konsultationen und Kontakte zwischen Iran und Pakistan fortzusetzen. Quellen zufolge drängt Iran nicht auf eine schnelle Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den USA. An der Lage in der Straße von Hormus werde sich demnach nichts ändern, solange die USA keinem aus iranischer Sicht angemessenen Abkommen zustimmen. Sonstiges: Iranische Medien erklärten, einige westliche Medien hätten die "positive Atmosphäre" der Gespräche überzeichnet, um internationale Energiepreise zu beeinflussen. Berichte über "heftige Konflikte im Sitzungsraum" oder über "Händeschütteln der Delegierten" seien vollständig erfunden. (Jinshi)