Krieg zwischen den USA und Iran am 100. Tag: Trump setzt 60-Tage-Frist für Gespräche
BlockBeats berichtet: Am 7. Juni ist der Konflikt zwischen den USA und dem Iran in den 100. Tag seit der Eskalation eingetreten. Die diplomatischen Bemühungen liegen derzeit brach. Donald Trump teilte Vermittlern mit, er werde sich nicht auf Verhandlungen einlassen, die länger als 60 Tage dauern, und verlange eine zügige Antwort aus Teheran. In der Region kommt es erneut zu kleineren Zwischenfällen; strittig bleiben insbesondere die Modalitäten künftiger Gespräche, begleitet von anhaltendem Misstrauen.
Lagebild Naher Osten
Iran
Iran meldete einen weiteren Angriff auf eine zentrale Einrichtung der 5. US-Flotte. Ein Militärberater des Obersten Führers warnte, die USA könnten "schwere Verluste" erleiden. Eine iranische Delegation erklärte, Angriffe auf Nuklearanlagen dürften nicht zur Normalität werden.
USA
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, iranische Raketen und Drohnen abgefangen zu haben. Es gebe keine Berichte über verletztes US-Personal. Die iranische Darstellung, das Hauptquartier der 5. US-Flotte in Bahrain beschädigt zu haben, sei falsch.
Israel
Die israelische Armee erklärte, rund 150 Hisbollah-Ziele im Süden des Libanon getroffen zu haben. Zwei Soldaten seien dort im Dienst ums Leben gekommen. Seit der Waffenruhe im Libanon sei die Zahl der getöteten israelischen Militärangehörigen auf 16 gestiegen. Zudem meldete das Militär Luftangriffe auf mehrere Orte im Gazastreifen mit mehreren Opfern.
Straße von Hormus und Gespräche
Am Samstag reiste Pakistans Innenminister in den Iran und überbrachte einen neuen Vorschlag, um die Blockade zwischen Washington und Teheran zu lösen und eine Übergangsvereinbarung zu erreichen. Ein iranischer Vizeaußenminister sagte, jede Vereinbarung mit den USA müsse die Freigabe der Hälfte der eingefrorenen iranischen Vermögenswerte enthalten. Quellen zufolge fordert der Iran drei Monate Verhandlungen über Details von Nukleardokumenten. Trump bekräftigte gegenüber Vermittlern seine 60-Tage-Grenze und verlangte eine schnelle Reaktion Irans. Das iranische Außenministerium veröffentlichte zudem eine Erklärung zu anhaltenden US-Verstößen gegen die Waffenruhe.
Rosneft-Chef Cherkizov sagte, eine Blockade der Straße von Hormus sei ein Versuch, die Regeln des globalen Energiemarkts zugunsten der USA zu verändern. Die Iranischen Revolutionsgarden erklärten, sollten die USA ihre "rücksichtslosen" Handlungen fortsetzen, würden sie für die Folgen einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus und für Störungen der Öl- und Gasexporte verantwortlich gemacht. Nach Angaben der Revolutionsgarden wurde auf vier Tanker geschossen, die die Straße von Hormus ohne Genehmigung passieren wollten.