US-Rohölexporte sollen im April mit 5,2 Mio. Barrel pro Tag Rekordniveau erreichen
Odaily Planet Daily berichtet unter Berufung auf die Financial Times, dass die Rohölexporte der USA im April voraussichtlich auf 5,2 Millionen Barrel pro Tag steigen und damit fast ein Drittel über dem März-Wert von 3,9 Millionen Barrel pro Tag liegen werden. Hintergrund ist die starke Nachfrage aus Asien: Kunden dort sichern sich angesichts von Lieferstörungen bei Nahost-Öl infolge des Iran-Konflikts verstärkt Alternativen.
Die Nachfrage asiatischer Abnehmer sprang um 82% auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag. Nach Daten des Ölanalysehauses Kpler steuern derzeit 68 Tanker leer in Richtung USA. Eine Woche vor Ausbruch des Kriegs am 28. Februar waren es 24, im vergangenen Jahr lag der Durchschnitt bei 27.
Die USA und Iran kündigten am Dienstag eine zweiwöchige Waffenruhe an. Nach Israels Angriff auf den Libanon erklärte Iran am Mittwoch, die Straße von Hormus zu schließen. Die Blockade in den vergangenen Wochen ließ die US-Ölpreise um mehr als 50% steigen; WTI-Rohöl erreichte zu Wochenbeginn ein Vierjahreshoch von über 110 US-Dollar je Barrel und liegt weiter mehr als 40% über dem Vorkriegsniveau.
Die Trump-Regierung kündigte die Freigabe von über 170 Millionen Barrel aus der Strategischen Erdölreserve an, um die Kraftstoffpreise zu dämpfen. Trotzdem stiegen die US-Benzinpreise erstmals seit vier Jahren wieder über 4 US-Dollar je Gallone.