US-Gericht weist Zivilklage gegen Binance wegen angeblicher Beihilfe zu Terroranschlägen ab
Ein US-Gericht hat eine Sammelklage von 535 Klägern abgewiesen, die Binance und CZ für 64 Terroranschläge zivilrechtlich haftbar machen wollten. Die Kläger argumentierten, dass die Plattform als Mittäterin von Terroristen behandelt werden sollte, nachdem US-Behörden zuvor schwerwiegende Mängel bei Geldwäschebekämpfung, Sanktionscompliance und dem Fehlen eines wirksamen AML-Programms festgestellt hatten. Das Gericht entschied, dass die 891-seitige Klageschrift trotz allgemein schwacher Compliance-Maßnahmen bei Binance keine ausreichend starken, aktuellen und konkreten Beweise dafür lieferte, dass Binance wissentlich und substanziell bei den spezifischen Vorfällen half, die diese Kläger verletzten. Der Fall hat Aufmerksamkeit auf das erfolgsabhängige Geschäftsmodell von US-Sammelklagen gelenkt, das laut zitierten Kommentaren milliardenschwere Vergleiche in Fällen wie BP Deepwater Horizon, dem Volkswagen-Abgasskandal und der landesweiten Opioid-Klage hervorgebracht hat.