US-Banken: Stablecoin-Regeln im CLARITY Act lassen weiter Schlupflöcher
Eine Allianz großer US-Banken warnt, dass die Stablecoin-Bestimmungen im CLARITY Act trotz der Bemühungen von Senatoren, Renditen auf Stablecoins zu untersagen, weiterhin Lücken enthalten. Nach Angaben von BlockBeats erklärten die Institute, der aktuelle Gesetzestext verhindere weder wirksam Abflüsse von Bankeinlagen noch schütze er Einlagen ausreichend.
In einer gemeinsamen Erklärung vom 5. Mai 2026 kritisierten die American Bankers Association, das Bank Policy Institute, die Consumer Bankers Association, das Financial Services Forum sowie die Independent Community Bankers of America insbesondere Abschnitt 404. Dieser schaffe ein "erhebliches Schlupfloch", weil Krypto-Plattformen Nutzern Zinsen oder "Yields" auf Einlagen zahlen könnten, die klassischen Bankeinlagen ähneln — außerhalb etablierter Regulierungsrahmen.
Sollte die Lücke nicht geschlossen werden, könnte eine breite Stablecoin-Nutzung nach Einschätzung der Banken zu Einlagenabflüssen in Billionenhöhe aus dem US-Bankensystem führen, mit besonders starken Folgen für Community Banks. Zudem drohe eine Verringerung der Kreditvergabe an Verbraucher, kleine Unternehmen und die Landwirtschaft um mehr als ein Fünftel.
Senator Thom Tillis entgegnete, der derzeitige Text sei ein Kompromiss: Er untersage Stablecoin-Belohnungen auf ungenutzten Guthaben, lasse Krypto-Anbietern aber "andere Formen von Kundenprämien" zu und eröffne damit eine Route für eine parteiübergreifende Verabschiedung.
Die Banken kündigten an, in den kommenden Tagen konkrete Änderungsanträge bei Gesetzgebern einzureichen. Der aktuelle Text des CLARITY Act wurde am vergangenen Freitag veröffentlicht; die Krypto-Branche, darunter Coinbase, drängt auf eine Abstimmung im Senat in der nächsten Woche.