USA schaffen im April 115.000 neue Stellen – doppelt so viel wie erwartet

Nach Angaben des U.S. Bureau of Labor Statistics vom Freitag zeigte sich der US-Arbeitsmarkt im April weiter robust. Die US-Wirtschaft schuf 115.000 neue Stellen und lag damit deutlich über der Konsensschätzung von 62.000, blieb aber unter dem März-Wert von 185.000 (zunächst mit 178.000 gemeldet, später auf 185.000 revidiert). Die Arbeitslosenquote verharrte wie erwartet bei 4,3%. An den Märkten fiel die Reaktion verhalten aus: Bitcoin (BTC) notierte wenige Minuten nach der Veröffentlichung bei 80.200 US-Dollar und bewegte sich damit im Tagesvergleich kaum. US-Aktienindex-Futures bauten ihre Gewinne aus, der Nasdaq 100 lag 0,9% im Plus. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank um 2 Basispunkte auf 4,37%. Der Bericht kommt in einer sensiblen Phase für Märkte und Geldpolitik. In der Vorwoche ließ die US-Notenbank ihren Zielkorridor für den Federal Funds Rate unverändert. Gleichzeitig bleibt die Inflation mit 3,50% bis 3,75% hoch, während die Währungshüter das Zusammenspiel aus nachlassendem Wachstum und anhaltendem Preisdruck abwägen. Zudem erscheinen die Daten kurz vor einem Führungswechsel bei der Fed: Kevin Warsh soll nach Erwartungen noch in diesem Monat vom Senat bestätigt werden und Jerome Powell ablösen. Auch die Energiemärkte bleiben ein Risikofaktor. Zwar sind die Ölpreise von ihren Höchstständen zurückgekommen, bewegen sich aber weiterhin auf erhöhtem Niveau. Die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus hält die Anspannung hoch. Steigende Rohölpreise könnten die Gesamtinflation anheizen und zugleich Konsum sowie Konjunktur belasten.