Trump signalisiert möglichen Einsatz von Exekutivbefugnissen für US-Stablecoin-Regulierung inmitten verschärften Bankenstreits
US-Präsident Trump hat traditionellen Banken öffentlich vorgeworfen, den GENIUS Act zu blockieren und den CLARITY Act zu verzögern, und warnte am 4. März in einem Truth-Social-Beitrag, dass stockende Gesetzgebung das Land seinen Status als "Krypto-Hauptstadt" kosten und neue Industrien in Richtung Märkte wie China treiben könnte. Der Streit dreht sich darum, ob Stablecoins, die Zinsen auf Guthaben zahlen, als Banken behandelt werden sollten: JPMorgan-Chase-CEO Jamie Dimon argumentiert, dass die Zahlung von Renditen auf Kundengelder faktisch Einlagengeschäft ist und vollständigen Bankenvorschriften unterliegen sollte, während Patrick Witt, Digital-Assets-Berater des Weißen Hauses, der Ansicht ist, dass bankenähnliche Aufsicht davon abhängen sollte, ob zugrunde liegende US-Dollar-Reserven verliehen oder neu besichert werden. Der GENIUS Act verbietet Stablecoin-Emittenten die Kreditvergabe, Neubesicherung oder Nutzung von Reserven für Venture-Investitionen und positioniert sie als Vollreserve- statt Teilreservestrukturen, wodurch der Konflikt zu einem Kampf darüber wird, wer definiert, was eine "Bank" ausmacht. Obwohl der CLARITY Act im Kongress weiterhin blockiert ist, schreitet die Exekutive voran: Paul Atkins wurde zum SEC-Vorsitzenden ernannt und Michael Selig beaufsichtigt die CFTC, wobei beide Behörden an einem einheitlichen Regelwerk arbeiten, dessen Entwurf die Märkte für diesen Herbst erwarten und das im Frühjahr 2026 finalisiert werden könnte, was der Regierung potenziell ermöglicht, Stablecoin- und DeFi-Regeln vor einem legislativen Konsens festzulegen und den Wettbewerb zwischen Banken und digitalen Dollar-Zahlungsnetzwerken neu zu gestalten.