Trump-Familie: WLFI nimmt über DeFi-Protokoll Dolomite Kredite in Millionenhöhe auf – Vorwürfe möglicher Interessenkonflikte
Odaily Planet Daily berichtet: Das Krypto-Projekt World Liberty Financial (WLFI), das von der Trump-Familie mitgegründet wurde, hat über das DeFi-Kreditprotokoll Dolomite mehrfach besicherte Kredite aufgenommen. Am Markt wachsen damit Sorgen über mögliche Insider-Verflechtungen, zirkuläre Finanzierung und Liquiditätsrisiken.
Laut Daten hinterlegte WLFI den neu ausgegebenen Stablecoin USD1 sowie den Plattform-Token WLFI als Sicherheit und lieh sich damit Stablecoins im Umfang von rund 31,4 Mio. US-Dollar. Ein Teil der Mittel wurde an Coinbase Prime überwiesen, mutmaßlich zur Umwandlung in Fiatgeld oder für außerbörsliche Geschäfte.
Auffällig: Dolomite-Mitgründer Corey Caplan ist zugleich Berater von WLFI. WLFI stellt derzeit etwa 55% der Einlagenliquidität des Protokolls, was das Konzentrationsrisiko deutlich erhöht. Zudem liegt die Auslastung des USD1-Pools auf Dolomite bei rund 93% – gewöhnliche Einzahler könnten ihre Mittel damit nicht jederzeit abziehen und laufen Gefahr, in einem Liquiditätsengpass festzustecken.
Hinzu kommt: Wegen der begrenzten Markttiefe des WLFI-Tokens könnte ein Kursrückgang, der Liquidationen auslöst, eine Kettenreaktion aus Verkäufen und Kreditausfällen nach sich ziehen. Die Verluste würden letztlich andere Einzahler tragen. Onchain-Daten zeigen außerdem, dass WLFI Anfang April rund 300 Mio. Token (etwa 266 Mio. US-Dollar) an mehrere Adressen transferierte; das Ziel ist bislang unklar. WLFI hat sich zu der Transaktion bisher nicht geäußert. (CoinDesk)