Nordkorea weist Vorwürfe zu Krypto-Diebstählen zurück – TRM Labs sieht 2026 Verbindungen zu Hacks über 577 Mio. US-Dollar
Wie Odaily Planet Daily berichtet, hat Nordkorea Vorwürfe zurückgewiesen, an Diebstählen von Kryptowerten beteiligt zu sein. Die Anschuldigungen bezeichnete das Land laut einer über Staatsmedien verbreiteten Erklärung als "absurde Verleumdung" und "politisches Werkzeug". Man werde die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um nationale Interessen zu schützen.
Nach Daten des Blockchain-Analysehauses TRM Labs sollen in den ersten vier Monaten 2026 Hackergruppen mit Nordkorea-Bezug rund 577 Mio. US-Dollar erbeutet haben. Das entspreche etwa 76% der weltweiten Verluste durch Krypto-Diebstahl im selben Zeitraum. TRM führt dabei zwei große Angriffe an: KelpDAO mit rund 292 Mio. US-Dollar sowie Drift Protocol mit rund 285 Mio. US-Dollar. Die Aktivitäten würden überwiegend der Lazarus Group und deren Untergruppen zugeschrieben.
Seit 2017 summierten sich Krypto-Diebstähle mit Nordkorea-Bezug laut TRM auf mehr als 6 Mrd. US-Dollar. US-Behörden und internationale Institutionen gehen in der Regel davon aus, dass die Mittel zur Finanzierung von Militär- und Raketenprogrammen genutzt wurden. Das US-Finanzministerium verhängte zuletzt Sanktionen gegen beteiligte Personen und Organisationen im Zusammenhang mit illegalen Geldflüssen von rund 800 Mio. US-Dollar im Jahr 2024. (The Block)