Nordkorea weist Vorwürfe zu Krypto-Diebstählen zurück – in diesem Jahr mit 577 Mio. US-Dollar in Verbindung gebracht
Nordkorea hat Vorwürfe zurückgewiesen, an Kryptowährungsdiebstählen beteiligt zu sein. Die Anschuldigungen seien eine „absurde Verleumdung“ und ein „politisches Instrument“, hieß es in einer über staatliche Medien verbreiteten Erklärung. Man werde die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um nationale Interessen zu schützen.
Nach Daten des Blockchain-Analysehauses TRM Labs sollen Hackergruppen mit Nordkorea-Bezug im selben Zeitraum rund 577 Mio. US-Dollar entwendet haben. Das entspreche etwa 76% der weltweiten Verluste durch Krypto-Diebstähle. TRM führt zwei große Angriffe an: auf KelpDAO mit rund 292 Mio. US-Dollar sowie auf Drift Protocol mit rund 285 Mio. US-Dollar. Die Attacken werden laut TRM überwiegend der Lazarus Group und zugehörigen Untereinheiten zugeschrieben.
Seit 2017 übersteigt der Gesamtwert von Krypto-Diebstählen mit Nordkorea-Bezug laut TRM 6 Mrd. US-Dollar. US-Behörden und internationale Stellen gehen in der Regel davon aus, dass die Mittel zur Unterstützung von Militär- und Raketenprogrammen eingesetzt werden. Das US-Finanzministerium verhängte zuletzt Sanktionen gegen Personen und Organisationen im Zusammenhang mit rund 800 Mio. US-Dollar an illegalen Finanzströmen im Jahr 2024.