Geopolitische Spannungen treiben Long-Hebel in BTC und ETH auf 90,5 Mio. US-Dollar
Laut CoinDesk zeigen Derivatedaten für Bitcoin im Zeitraum vom 27. April bis 3. Mai eine Wahrscheinlichkeit von 0,1 %, dass der Kurs 94.000 US-Dollar erreicht. Gleichzeitig lag die Wahrscheinlichkeit bei 99,8 %, dass Bitcoin am 3. Mai über 68.000 US-Dollar notiert. Der Ethereum-Markt vom 30. April gilt als von diesen Nachrichten unbeeinflusst; die entsprechenden Kontrakte wurden bereits abgerechnet.
Ein Wallet mit der Kennung 0x049b hat derweil große gehebelte Long-Positionen aufgebaut: 45,82 Mio. US-Dollar in Bitcoin und 44,67 Mio. US-Dollar in Ethereum, jeweils mit 20-fachem Hebel. Der Einstieg erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen zwischen den USA, Israel und Iran, die die Volatilität an den globalen Märkten anheizen. Konflikte in der Region rund um die Straße von Hormus haben zudem Sorgen über Ölangebotsschocks geschürt und die Nachfrage nach klassischen sicheren Häfen wie Gold gestützt.
Trotz des angespannten Umfelds zeigten sich Bitcoin und Ethereum vergleichsweise robust und erholten sich schneller als Aktien. Anfang Mai hielt sich Bitcoin über 68.000 US-Dollar, Ethereum handelte in der Nähe von 2.260 US-Dollar.
Die Positionierung von 0x049b wird am Markt als Ausdruck deutlichen Aufwärtspotenzials gewertet und passt zu dem Szenario, dass Bitcoin bis zum 3. Mai oberhalb von 68.000 US-Dollar bleibt. Der unmittelbare Markteinfluss gilt dennoch als begrenzt, da die geopolitischen Risiken weiterhin den Takt vorgeben.
Für die kommenden Tage rücken insbesondere Entwicklungen im U.S.-Iran-Konflikt in den Fokus, da sowohl Entspannung als auch Eskalation die Schwankungsintensität erhöhen könnten. Zusätzlich dürften US-Inflationsdaten und Aussagen der Notenbanken die Risikostimmung prägen. Maßgeblich bleiben auch größere Kursbewegungen bei Bitcoin und Ethereum sowie mögliche Stimmungsumschwünge durch neue geopolitische oder makroökonomische Signale.