Krypto: Thailands SEC will verdeckte Geldgeber hinter Großaktionären von Krypto-Firmen strenger prüfen

Thailands Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat einen Regelungsvorschlag vorgelegt, der verdeckte Finanzierungsstrukturen bei Anteilseignern von Krypto-Unternehmen stärker in den Fokus rückt. Künftig sollen Personen oder Institutionen, die einen Großaktionär finanziell unterstützen, regulatorisch selbst als Großaktionäre gelten und eine vollständige Prüfung durchlaufen. Ziel sind verschleierte Kapitalflüsse über zwischengeschaltete Gesellschaften und mehrstufige Unternehmensstrukturen. Bislang erfassten die Vorgaben vor allem direkte Anteilseigner. Der neue Rahmen weitet die Kontrolle auf Bürgen, strukturierte Finanzierungen sowie Investmentvehikel aus, die mit der Finanzierung von Aktionären verbunden sind. Die SEC knüpft damit an Überarbeitungen vom März 2026 an, die darauf abzielen, die tatsächlich kontrollierenden Personen hinter Krypto-Geschäften zu identifizieren. Nicht offengelegte Finanzierungsquellen könnten nach Einschätzung der Behörde Geldwäscherisiken erhöhen und zu Reputationsschäden sowie rechtlichen Haftungsrisiken führen. Staatsnahe Einrichtungen sollen nach dem Vorschlag von der Prüfung der Eigentümerstruktur auf Ebene der Einheit ausgenommen sein. In Thailand gibt es mehr als 7 Millionen inländische Inhaber digitaler Vermögenswerte, etwa jeder zehnte Erwachsene.