Swift und Chainlink ermöglichen Cross-Chain-Transaktionen mit tokenisierten Anleihen

Swift und Chainlink haben die Abwicklung tokenisierter Anleihen über mehrere Blockchain-Netzwerke hinweg mit der bestehenden Finanzmarktinfrastruktur erprobt. Kern des Ansatzes ist die Nutzung etablierter Swift-Nachrichtenstandards in Kombination mit der Chainlink-Infrastruktur, sodass Institute Blockchain-Umgebungen anbinden können, ohne ihre aktuellen Systeme zu ersetzen. Swift meldete den Abschluss eines umfangreichen Interoperabilitäts-Tests mit Chainlink, der Transaktionen zwischen Blockchain-Netzwerken und traditionellen Systemen koordinierte. Beteiligt waren große europäische Banken, darunter BNP Paribas Securities Services, Intesa Sanpaolo und Société Générale FORGE. Das Vorhaben ist Teil laufender Branchenarbeit und zielt darauf ab, die Verarbeitung digitaler Vermögenswerte auf Basis vorhandener Finanzinfrastruktur zu standardisieren. Laut Chainlink zeigte der Test, wie Swift tokenisierte Bond-Transaktionen über unterschiedliche Umgebungen hinweg orchestrieren kann – sowohl über Blockchain-Netzwerke als auch über etablierte Enterprise-Systeme. Die Arbeit knüpft an frühere Initiativen mit UBS Asset Management und mehr als 12 globalen Finanzinstituten an. Zu den Teilnehmern zählten Citi und BNY Mellon, die Cross-Chain-Settlement unter Nutzung bestehender Zahlungsrails testeten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Standardisierung von Corporate-Actions-Daten. In der Testphase validierte die Chainlink Runtime Environment die Ergebnisse mehrerer KI-Modelle; die Outputs wurden in ISO-20022-Nachrichten überführt und an das Swift-Netzwerk übertragen. Parallel verteilte das Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) dieselben Daten an verschiedene Blockchains. Benannte Daten-Attestierer und -Contributor überprüften und ergänzten die Datensätze. In den getesteten Corporate Actions wurde dadurch eine Datenqualität von nahezu 100% erreicht. Das System unterstützte zudem mehrsprachige Verarbeitung, einschließlich Offenlegungen auf Spanisch und Chinesisch, um globale Datensätze effizienter handhabbar zu machen. Auch im Bereich Identität und Compliance baut Chainlink seine Rolle aus. Über eine Partnerschaft mit der Global Legal Entity Identifier Foundation wurden verifizierbare Identitätswerkzeuge für den Blockchain-Einsatz eingeführt. Die Lösung verknüpft rechtliche Identitätsdaten mit Onchain-Infrastruktur, um konforme Transaktionen zu ermöglichen. Institute sollen damit die Herkunft von Vermögenswerten prüfen und regulatorische Anforderungen programmatisch durchsetzen können. Zusätzlich demonstrierten Swift und Chainlink Cross-Chain-Transfers über CCIP. An den Tests nahmen unter anderem Euroclear, Clearstream und die Lloyds Banking Group teil. Die Entwicklungen sollen zeigen, wie tokenisierte Assets systemübergreifend transferiert werden können, ohne bei Datenkonsistenz sowie Identitäts- und Compliance-Standards Abstriche zu machen.