Strive kauft 1.109 BTC zu – Gesamtbestand steigt auf 16.500 BTC
Strive, Inc. (NASDAQ: ASST) hat weitere 1.109 Bitcoin in die eigene Bilanz aufgenommen und kommt damit auf insgesamt 16.500 BTC. Wie aus einer am 26. Mai veröffentlichten 8-K-Meldung hervorgeht, belief sich das Kaufvolumen auf rund 85,4 Mio. US-Dollar. Der durchschnittliche Erwerbspreis lag bei etwa 76.989 US-Dollar je Bitcoin. Damit rangiert Strive nach eigenen Angaben auf Platz sieben der größten börsennotierten Unternehmenshalter von Bitcoin. Angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen in seiner heutigen Form erst seit dem Abschluss einer Reverse-Merger-Transaktion im Jahr 2025 besteht, ist der Aufbau der Position bemerkenswert schnell.
Laut Filing erfolgten die Käufe zwischen dem 19. und 22. Mai. Statt eines einzelnen Blocktrades wurden die Zukäufe über mehrere Handelstage verteilt, ein gängiger Ansatz, um Markteinfluss zu begrenzen und dennoch ein relevantes Volumen umzusetzen. Der jüngste Zukauf folgt auf frühere Mai-Transaktionen über 382 BTC und 444 BTC. Vor Beginn der Kaufserie im Mai hielt Strive 15.391 BTC.
CEO Matt Cole bestätigte die Akquisition in sozialen Medien und unterstrich die Positionierung des Unternehmens: Bitcoin werde als fundamentaler Reservewert verstanden, nicht als reine Spekulationsposition in der Bilanz.
Zur Finanzierung setzt Strive auf eine Mischung aus Vorzugsaktien, Kapitalmaßnahmen über Stammaktien sowie strategischen Fusionen. Ein zentrales Instrument ist die Variable Rate Series A Perpetual Preferred Stock, die unter dem Ticker SATA gehandelt wird. Die Dividende auf SATA wurde zuletzt auf 13% angepasst – eine hohe Rendite, die einkommensorientierte Investoren ansprechen soll, die die Bitcoin-Käufe indirekt mitfinanzieren.
Strive kündigte an, neue At-the-Market-Programme sowohl für die Class-A-Stammaktie als auch für die SATA-Vorzugsaktien initiieren zu wollen. Dadurch könnte das Unternehmen bei günstigen Marktbedingungen fortlaufend Aktien in den Markt geben und so kontinuierlich Kapital für weitere Bitcoin-Käufe generieren. Strive betont, die Strategie sei darauf ausgerichtet, die Zahl der gehaltenen Bitcoin je Aktie zu maximieren – eine Kennzahl, die zeigt, ob bestehende Aktionäre von der Akkumulation profitieren oder durch Verwässerung an Bedeutung verlieren.
Strive entstand 2025 durch eine Reverse-Merger zwischen Strive Asset Management und Asset Entities (ASST). Diese Struktur verschaffte direkten Zugang zum Kapitalmarkt und die Möglichkeit, Finanzierungen in größerem Umfang umzusetzen. Matt Cole positioniert das Unternehmen als "Bitcoin-Treasury-Company", deren Geschäftsmodell wesentlich auf dem Erwerb und Halten des Assets basiert. Damit unterscheidet sich Strive von Unternehmen wie Tesla, die Bitcoin nur als kleinen Teil einer deutlich größeren Bilanz hielten.
Für Anleger ist die 13%-Dividende der SATA-Vorzugsaktien ein wesentlicher Faktor: Diese Zahlungsverpflichtung muss Strive unabhängig von der Bitcoin-Kursentwicklung bedienen. In einem längeren Abwärtstrend könnte das Unternehmen hohe Dividenden zahlen, während die gehaltenen Vermögenswerte an Wert verlieren. Vorzugsaktionäre werden vorrangig bedient, wodurch die Belastung im Zweifel bei den Stammaktionären ankommt. Wer ASST als Bitcoin-Stellvertreter kauft, sollte berücksichtigen, dass es sich um gehebeltes Exposure mit zusätzlichem Unternehmens- und Kreditrisiko handelt, nicht um eine reine Wette auf den Bitcoin-Spotpreis.