Strategy kauft 1.550 BTC nach 20%-Rutsch bei Bitcoin im Monatsvergleich

Strategy hat nach einem seltenen Verkauf von 32 Bitcoin erneut zugekauft und 1.550 BTC erworben. Bitcoin stabilisiert sich nach einem deutlichen Rückgang von rund 20% im Monatsvergleich in der Nähe von 63.000 US-Dollar. Am Markt gehen die Einschätzungen auseinander, ob die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar hält oder ein weiterer Rücksetzer folgt. Aus einer SEC-Meldung vom 8. Juni geht hervor, dass Strategy die 1.550 BTC zu einem durchschnittlichen Preis von 65.332 US-Dollar je Coin gekauft hat. Der Zukauf erfolgte kurz nach dem kurzfristigen Verkauf von 32 BTC, der rund 2,5 Mio. US-Dollar einbrachte. Der Verkauf stand im Zusammenhang mit der Finanzierung von Unternehmensverpflichtungen, darunter Dividendenausschüttungen auf Vorzugsaktien. Die Transaktion sorgte für Aufmerksamkeit, weil sie als Abweichung von der seit Jahren kommunizierten Akkumulationsstrategie galt. Mit dem nun offengelegten Kauf setzt Strategy die Aufstockung offenbar umgehend fort und erhöht die Gesamtbestände auf etwa 845.000 BTC. Der Kontrast zwischen dem kleinen Verkauf und dem deutlich größeren Kauf prägt die aktuelle Marktdeutung. Das von Michael Saylor geführte Unternehmen bleibt damit der größte börsennotierte Bitcoin-Halter; Händler werten die Rückkehr zum Kaufen als Signal zur Stabilisierung des Sentiments in einer Phase, in der Bitcoin sich noch von einem scharfen Rücksetzer erholt. Bitcoin notiert aktuell bei etwa 63.800 US-Dollar, nachdem der Kurs in einer volatilen Woche bis auf rund 59.300 US-Dollar gefallen war, nachdem er sich nicht über 62.000 US-Dollar halten konnte. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von rund 10,9%, über 30 Tage liegt der Rückgang bei etwa 20,8%. Gleichzeitig sind Anzeichen einer Beruhigung nach einer Phase starken Deleveragings zu sehen: Das Open Interest in Bitcoin-Futures ist deutlich gesunken und fiel von etwa 901.000 BTC auf rund 716.000 BTC. Das spricht eher für breit angelegte Liquidationen gehebelter Positionen als für einen nachhaltigen Aufbau neuer Short-Positionen. In derselben Phase kam es zu einer kurzen Erholung, nachdem in einer Bewegung Short-Liquidationen von mehr als 500 Mio. US-Dollar ausgelöst wurden. Technisch bleibt die Lage laut Analysten wie Xanrox dennoch fragil. Demnach zeigen die Kursstrukturen Brüche sowohl aus aufwärts- als auch aus abwärtsgerichteten Kanälen, ein Muster, das häufig eher mit weiterem Abwärtsrisiko als mit einer unmittelbaren Trendwende verbunden wird. Im Fokus steht weiter die Zone um 60.000 US-Dollar, die nahe am langfristigen 200-Wochen-Durchschnitt liegt. Historisch fungierte dieses Niveau bei größeren Marktbereinigungen als zentrale Marke und wird entsprechend von Bullen und Bären eng beobachtet. Die Einschätzungen, ob der jüngste Einbruch bereits abgeschlossen ist, bleiben zweigeteilt. Ein Lager sieht im Rückgang ein spätes Kapitulationsereignis, gestützt durch den starken Hebelabbau, nachlassende Volatilität und liquidationsgetriebenen Verkaufsdruck statt einer anhaltenden Schwäche der Spot-Nachfrage. Das andere Lager verweist auf die gebrochene Trendstruktur und hält eine Fortsetzung der Korrektur für möglich, falls die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar nicht nachhaltig verteidigt wird. Als mögliche Ziele bei weiterer Schwäche werden 54.000 und 52.000 US-Dollar genannt. Bei anhaltendem makroökonomischem Gegenwind und fortgesetzten ETF-Abflüssen reichen weitergehende bärische Projektionen bis in den Bereich um 48.000 US-Dollar.