Strategy kauft 1.550 BTC für 101 Mio. US-Dollar – Bestand steigt auf 845.256 BTC
Strategy hat zwischen dem 1. und 7. Juni 1.550 Bitcoin für rund 101,3 Mio. US-Dollar zugekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 65.332 US-Dollar je BTC, wie aus einem 8-K-Bericht an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.
Michael Saylor erklärte, Strategy halte inzwischen 845.256 BTC. Der Bestand werde aktuell auf etwa 53,5 Mrd. US-Dollar beziffert. Für die Käufe seien insgesamt rund 64 Mrd. US-Dollar aufgewendet worden; der durchschnittliche Einstandspreis liege inklusive Gebühren und Kosten bei 75.680 US-Dollar je Bitcoin.
Finanziert wurde der jüngste Zukauf über At-the-Market-Verkäufe von Class-A-Stammaktien. In der Vorwoche hatte das Unternehmen 1.409.600 MSTR-Aktien für rund 181 Mio. US-Dollar veräußert.
Eine Mitteilung vom 1. Juni zeigte zudem, dass Strategy zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC für etwa 2,5 Mio. US-Dollar verkauft hatte, um die STRC-Dividende zu finanzieren. Außerdem bestätigte das Unternehmen zum 7. Juni eine USD-Reserve von 1 Mrd. US-Dollar, nach 900 Mio. US-Dollar zum 31. Mai.
Warum das wichtig ist: Große Treasury-Käufe können die Bitcoin-Nachfrage stützen. Gleichzeitig bleibt die Stimmung anfällig, wenn Zukäufe stark von Aktienverkäufen und Reserve-Management abhängen.
Marktstimmung: Vorsichtig bullisch, flow-getrieben, volatil.
Begründung: Der Zukauf von 1.550 BTC für rund 101,3 Mio. US-Dollar folgt auf einen jüngsten Verkauf von 32 BTC. Das stützt zwar die Nachfrage, lässt das Vertrauen wegen der Finanzierung aber gemischt.
Vergleichbare Fälle: Tesla meldete im Februar 2021 einen Bitcoin-Kauf über 1,5 Mrd. US-Dollar; Bitcoin stieg nach der Veröffentlichung auf ein Rekordniveau von über 43.000 US-Dollar. (Ars Technica) Der Unterschied: Tesla stieg damals erst als Treasury-Investor ein, Strategy baut eine bereits etablierte Bitcoin-Treasury weiter aus.
Mögliche Folgewirkungen: Ein großer Treasury-Kauf kann Bitcoin über Spot-Nachfrage und über Erwartungen an weitere, aktienfinanzierte Käufe beeinflussen. Bleibt die Fähigkeit zu Aktienplatzierungen hoch, könnten Händler zusätzliche Meldungen als wiederkehrenden Nachfragekanal einpreisen. Ändert ein STRC-Dividendenvorschlag die Finanzierung, dürfte der Markt die Preferred-Stock-Struktur genauer beobachten.
Chancen & Risiken
Chancen: Zeigen künftige Meldungen weitere Bitcoin-Käufe, die über Aktienverkäufe finanziert werden, kann der Aufbau von Exposure nach Bestätigung als Momentum-Signal dienen.
Risiken: Zwingen Reservebedarf oder Dividendenanforderungen bei Preferred Stock zu weiteren Bitcoin-Verkäufen, kann eine Reduzierung des Exposures das Abwärtsrisiko durch Vertrauensschocks begrenzen.