Standard Chartered will Krypto-Verwahrung von Zodia Custody in eigene Infrastruktur integrieren

Standard Chartered will das Krypto-Custody-Geschäft ihrer Tochter Constellation Custody übernehmen und direkt in die eigene Digital-Asset-Infrastruktur einbinden, berichtet CoinDesk. Laut einer von Bloomberg zitierten Mitteilung sei das unverbindliche Angebot von den übrigen Anteilseignern und Anleihegläubigern von Zodia Custody akzeptiert worden. Zodia Custody soll nach Abschluss der Transaktion als unabhängige Software-as-a-Service-Plattform weitergeführt werden. Das Unternehmen wurde 2020 als Joint Venture von Standard Chartereds Innovationsarm SC Ventures und Northern Trust gegründet. In der ersten Finanzierungsrunde 2023 sammelte Zodia Custody 36 Mio. US-Dollar ein; für zusätzliche 50 Mio. US-Dollar befindet sich das Unternehmen derzeit in Gesprächen, mit Ziel bis Ende 2024. Die geplante Übernahme gilt als konsequente Fortsetzung einer Strategie, die Standard Chartered seit mehr als einem Jahr parallel verfolgt. Im Januar 2025 erhielt die Bank in Luxemburg eine Lizenz, um unter den MiCA-Regeln Krypto-Verwahrleistungen direkt anzubieten. Später im selben Jahr startete sie eine eigene Custody-Sparte unter eigener Marke; durch die Überschneidungen in der Infrastruktur gewinnt eine Integration an Bedeutung. Im April hieß es zudem, Standard Chartered prüfe, Zodias Verwahrservices mit dem Geschäft für Firmen- und institutionelle Kunden zu verzahnen.