Regulatorische Unsicherheit bei Stablecoins könnte Wettbewerbslücke zu traditionellen Banken vertiefen
Regulatorische Unsicherheit darüber, wie Stablecoins klassifiziert werden, könnte traditionelle Banken gegenüber Krypto-Firmen weiter benachteiligen, berichtet Cointelegraph. Colin Butler, Executive Vice President of Capital Markets bei Mega Matrix, sagte, Rechtsberater hätten Bankenvorstände gedrängt, größere Ausgaben für Stablecoin-Infrastruktur aufzuschieben, da unklar bleibe, ob diese Vermögenswerte als Einlagen, Wertpapiere oder eigenständige Zahlungsinstrumente behandelt werden; Risk- und Compliance-Teams würden keine vollständige Implementierung genehmigen, bis die Klassifizierungen geklärt seien. Banken, die bereits Ressourcen in solche Infrastruktur investiert haben, sehen sich nun Einschränkungen bei der Bereitstellung gegenüber, während Krypto-Börsen 4%–5% Rendite auf Stablecoin-Guthaben bieten können, was die Verlagerung von Geldern unter risikofreudigeren Nutzern beschleunigen könnte. Fabian Dori, Chief Investment Officer bei Sygnum, sagte, dieser ungleiche Wettbewerb sei bedeutsam, habe aber noch keine großflächigen Einlagenabzüge verursacht, da Banken weiterhin Vertrauen, Regulierung und Stabilität betonen; der Druck könnte sich verstärken, falls Stablecoins als "produktives digitales Bargeld" eingestuft werden und Renditeobergrenzen die Stablecoin-Aktivität ins Ausland treiben könnten.