XRP-ETF-Zuflüsse steigen auf 55,4 Mio. US-Dollar – Ripple sieht wachsende institutionelle Nachfrage

Ripple rechnet damit, dass die zunehmende Nachfrage institutioneller Anleger den Zufluss in US-Spot-XRP-ETFs in Richtung der JPMorgan-Schätzung von 4 bis 8,4 Mrd. US-Dollar treiben könnte. In einem aktuellen Bericht verweist das Blockchain-Unternehmen darauf, dass die Produkte im ersten Monat nach dem Start bereits die Marke von 1 Mrd. US-Dollar an Zuflüssen überschritten. Inzwischen liegen die kumulierten Zuflüsse bei über 1,50 Mrd. US-Dollar; die Produkte halten mehr als 769 Mio. XRP. Über 30 Institutionen, darunter Goldman Sachs, haben über ETF-Wrapper ein Engagement in dem Altcoin aufgebaut. Auffällig: Trotz des breiteren Marktrückgangs seit Oktober blieben die Zuflüsse in diese Produkte stabil. Ripple wertet das als Zeichen für "sticky" institutionelles Kapital und betont, dies deute auf überlegte Allokationsentscheidungen hin – nicht auf das Hinterherlaufen kurzfristiger Momentum-Bewegungen. Vor diesem Hintergrund sieht Ripple die JPMorgan-Prognose bestätigt, wonach XRP-ETFs im ersten Jahr 4–8 Mrd. US-Dollar anziehen könnten. Seit dem Start des ersten Produkts im November über Canary Capital's XRPC blieben damit sieben Monate, um die Projektion zu überprüfen. Würde das Basisszenario von 4 Mrd. US-Dollar erreicht, entspräche das einem Wachstum um das 3,15-Fache gegenüber dem aktuellen Stand von 1,27 Mrd. US-Dollar. Zuletzt verzeichneten Spot-XRP-ETFs in der vergangenen Woche Zuflüsse von 55,4 Mio. US-Dollar – der höchste Wochenwert seit Mitte Januar. Der XRP-Kurs stieg dabei von 1,31 US-Dollar bis auf 1,5 US-Dollar, ein Plus von über 14%. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte der Token nach einer Teilkorrektur bei 1,4 US-Dollar. Quelle: SoSo Value. Auch der Realized Cap, eine Kennzahl zur Messung von Kapitalzu- und -abflüssen, stützt laut Ripple die positive Perspektive. Glassnode-Daten zufolge kam es seit Februar zu Abflüssen von 4 Mrd. US-Dollar bei XRP. Quelle: Glassnode. Sollte der Markt bereits seinen Boden gefunden haben, wären diese Abflüsse im Vergleich zu früheren Bärenmärkten relativ gering. Im Rücksetzer 2018 verlor XRP rund 7 Mrd. US-Dollar, als der Realized Cap von 23 Mrd. auf 16 Mrd. US-Dollar fiel. Beim Crash 2022 sank er von 34 Mrd. auf 26 Mrd. US-Dollar, was 8 Mrd. US-Dollar an Abflüssen entsprach. Damit lägen die Abflüsse im Rückgang 2026 etwa halb so hoch wie 2022 – XRP zeigt in diesem Zyklus relative Widerstandsfähigkeit. Ripple spricht davon, dass die "institutionelle Ära" begonnen habe und sich von den aktuellen Niveaus aus fortsetzen dürfte. Ob XRP bei einer weiteren Eintrübung der Marktstimmung ebenfalls robust bleibt, ist offen. Kurzfazit: Ripple erwartet, dass die Zuflüsse in Spot-XRP-ETFs bis Ende 2026 um das Dreifache auf 4 Mrd. US-Dollar steigen könnten. Gleichzeitig gab es 2026 Abflüsse von über 4 Mrd. US-Dollar, die im historischen Vergleich dennoch niedrig ausfallen.