Krypto: Südkorea verpflichtet Börsen zu Bestandsabgleich alle fünf Minuten nach Bithumb's Bitcoin-Fehlbuchung über 56 Mrd. US-Dollar
Südkoreas Finanzaufsicht Financial Services Commission (FSC) verpflichtet alle Kryptobörsen, dauerhaft laufende Systeme zur Abstimmung der Bestände einzuführen. Der Abgleich muss in Zyklen von fünf Minuten erfolgen.
Auslöser ist eine Eilprüfung nach einem Vorfall bei Bithumb: Im Februar wurden 249 Nutzern versehentlich 620.000 BTC gutgeschrieben – statt 620.000 Won. Die Prüfer stellten fest, dass die meisten Handelsplätze ihre Bestände bislang nur alle 24 Stunden abglichen. Zudem wurden schwache interne Kontrollen und fehlende automatisierte Schutzmechanismen für risikoreiche Transaktionen bemängelt.
Die neuen Vorgaben sehen unter anderem automatische Notabschaltungen vor, sobald größere Abweichungen auftreten. Externe Prüfungen sollen künftig monatlich erfolgen statt wie bisher quartalsweise. Für hochriskante Vorgänge werden außerdem getrennte Konten verlangt.
Die Digital Asset Exchange Alliance (DAXA) muss die Selbstregulierungsregeln noch in diesem Monat finalisieren; die erforderlichen IT-Systeme sollen bis Mai betriebsbereit sein. Die Financial Supervisory Service (FSS) prüft zudem Sanktionen gegen Bithumb nach dem "Virtual Asset User Protection Act".
In Südkorea gibt es rund 11 Millionen Krypto-Nutzer, die digitale Vermögenswerte im Wert von etwa 48 Mrd. US-Dollar halten.