Südkorea geht gegen Trading-Bots vor, die Orderbücher leersaugen: DAXA lässt verdächtige API-Keys sperren
Südkorea verschärft den Druck auf automatisierten Kryptohandel: Die Börsenallianz DAXA (Digital Asset Exchange Alliance) verpflichtet ihre Mitgliedsplattformen, API-Schlüssel zu deaktivieren, bei denen der Verdacht besteht, dass sie weitergegeben oder verliehen wurden.
Im Fokus steht ein konkreter Missbrauch: Händler überlassen Dritten programmgesteuerten Zugang, um große Kauforders einzustellen und kurz darauf wieder zu streichen. So wird Nachfrage vorgetäuscht, um anschließend in den Kursanstieg hinein zu verkaufen – klassisches Spoofing, automatisiert und in großem Stil.
Nach Angaben der Financial Supervisory Service entfallen inzwischen rund 30% des inländischen Krypto-Handelsvolumens auf automatisierten Handel. @Official_Upbit, @BithumbOfficial, Coinone, Korbit und Gopax sollen gestaffelte Maßnahmen umsetzen – von intensiverer Überwachung und erneuter Verifizierung bis hin zum erzwungenen Ablauf von API-Keys. Ergänzend ist IP-Whitelisting vorgesehen, das die Nutzung von Schlüsseln auf vorab registrierte IP-Adressen beschränkt.
Ein generelles Verbot des API-Handels ist nicht Teil der Regelung.