Südkorea verschärft Regeln für grenzüberschreitende Krypto-Transfers

Südkoreas Nationalversammlung hat am 8. Mai eine Novelle des Devisentransaktionsgesetzes verabschiedet, die die Kontrolle über inländische Unternehmen bei grenzüberschreitenden Transfers von Krypto-Assets ausweitet. Künftig müssen Firmen, die Krypto-Assets zu kommerziellen Zwecken ins Ausland übertragen, dies vorab beim Wirtschafts- und Finanzminister registrieren. Die Gesetzesänderung führt zudem den neuen Begriff des "Geschäfts mit virtuellen Asset-Transfers" ein. Darunter fallen unter anderem Kryptobörsen und Verwahrstellen digitaler Vermögenswerte, sofern sie Krypto-Assets im In- oder Ausland kaufen, verkaufen, tauschen oder übertragen. Die Maßnahme ist Teil einer breiteren Verschärfung der Kryptoregulierung. Die Finanzaufsicht Financial Services Commission (FSC) will die Travel Rule auf alle Kryptowährungstransaktionen ausdehnen, nachdem sie bislang nur für Transfers über 1 Mio. KRW galt. Zudem ist ab Januar 2027 eine Kapitalertragsteuer von 22% auf Krypto-Gewinne geplant, soweit diese 2,5 Mio. KRW übersteigen.