SEC legt "Safe-Harbor"-Vorschlag für Krypto-Projekte zur Prüfung im Weißen Haus vor

ChainCatcher zufolge hat SEC-Chef Paul Atkins erklärt, der Vorschlag für einen "Safe-Harbor"-Rahmen, der Krypto-Projekten Ausnahmen beim Launch ermöglichen soll, sei zur Prüfung an das Office of Information and Regulatory Affairs (OIRA) im Weißen Haus übermittelt worden. Das gilt als letzter Schritt vor der formellen Veröffentlichung. Kern des Entwurfs ist eine "Startup-Ausnahme": Marktteilnehmer der Krypto-Branche dürften demnach über vier Jahre einen festgelegten Kapitalbetrag einwerben, sofern sie bestimmte Offenlegungspflichten erfüllen. Darüber hinaus stellte Atkins einen "Investment-Contract Safe Harbor" in Aussicht, der die im März veröffentlichte Auslegungshilfe der SEC zur Token-Klassifizierung ergänzen soll. Atkins unterstrich, dass aus seiner Sicht Gesetzgebung erforderlich sei, weil sie einen belastbareren und dauerhafteren Regulierungsrahmen schaffen könne als reine Behördenregelsetzung. Parallel prüft die SEC eine "Innovation Exemption" als regulatorische Sandbox für Onchain-Assets. Der Vorstoß hat im vergangenen Jahr eine breite Debatte zwischen Krypto-Befürwortern und etablierten Finanzinstituten ausgelöst. Atkins sagte, die SEC verfüge über die Befugnis, die Innovation Exemption voranzutreiben, und werde die Eckpunkte in Kürze bekanntgeben. In diesem Bereich gebe es weiterhin viel zu tun.