New Yorker Gericht verpflichtet Arbitrum DAO zur Sperre von 71 Mio. US-Dollar in ETH im Zusammenhang mit Nordkorea-Vorwürfen

Wie Huo Xing Finance berichtet, teilte PaperImperium, Chef von MegaETH, in einer auf X eingereichten Erklärung mit, dass das US-Bundesbezirksgericht für den Southern District of New York eine einstweilige Verfügung gegen Arbitrum DAO erlassen hat. Demnach darf die DAO rund 71 Mio. US-Dollar in ETH nicht bewegen. Es handelt sich um Vermögenswerte, die zuvor im Zusammenhang mit dem KelpDAO-Hack eingefroren worden waren. Der Kläger will die Mittel zur Begleichung offener Urteile nutzen, die sich auf Nordkoreas langjährige Verstrickung in Terrorismus, Entführungen und weitere Fälle beziehen. Zudem beantragte er eine Zustellung auf alternativen Wegen und stuft Arbitrum DAO als haftungsfähige "Partnerschaft" ein. Aus den Gerichtsunterlagen geht außerdem hervor, dass Arbitrum DAO über einen von ARB-Inhabern gesteuerten Sicherheitsrat verfügt, der in Notfällen handlungsbefugt ist. Mitglieder, die sich einer Umsetzung verweigern, könnten rechtliche Konsequenzen bis hin zu einem Gerichtsbeschluss wegen Missachtung riskieren. Am Markt wird der Vorgang als potenzieller Präzedenzfall gewertet: Er könnte zeigen, dass US-Gerichte Governance-Strukturen von DAOs unmittelbar beschränken können. Zugleich rückt der Fall den wachsenden Regulierungs- und Compliance-Druck auf DeFi-Protokolle innerhalb bestehender Rechtsrahmen stärker in den Fokus.