Saylors STRC macht aus Bitcoin-Volatilität planbare monatliche Erträge
Michael Saylor hat auf der Bitcoin 2026 ein neues Finanzkonstrukt vorgestellt, das zunehmend Aufmerksamkeit gewinnt: STRC soll die Preisschwankungen von Bitcoin in verlässliche monatliche Ausschüttungen für Anleger mit Bedarf an planbaren Renditen übersetzen.
Nach Angaben Saylors bündelt STRC etablierte Instrumente wie börsennotierte Aktien, perpetual Preferred Shares und variable Dividendenmodelle zu einem einheitlichen Kreditprodukt, das den langfristigen Wertzuwachs von Bitcoin monetarisieren soll. Der entscheidende Ansatz: Die Struktur orientiert sich an der historischen Renditecharakteristik von Bitcoin und zielt damit auf laufende Erträge statt allein auf Kursgewinne.
Saylor unterscheidet zwei Anlegertypen: renditeorientierte Investoren, die Volatilität für langfristige Gewinne akzeptieren, und einkommensorientierte Investoren, die Stabilität, regelmäßige Auszahlungen und Kapitalerhalt suchen. STRC sei speziell für die zweite Gruppe konzipiert, darunter Institutionen und Ruheständler. Besicherungsmechanismen sollen auch bei deutlichen Bitcoin-Rückgängen Ausschüttungen stabil halten.
Begleitende Daten aus der Session zeigen, dass STRC in kurzer Zeit rund 8,5 Mrd. US-Dollar an verwaltetem Vermögen erreicht hat, bei täglicher Liquidität von etwa 400 Mio. US-Dollar. Saylor verwies zudem auf im Vergleich zur direkten Krypto-Exponierung niedrigere Volatilitätskennzahlen: genannt wurden 2,9 Prozent sowie ein starkes risikoadjustiertes Profil.
Privatanleger stellen demnach den Großteil der Teilnehmer und halten rund 80 Prozent der Positionen. Schätzungsweise drei Millionen Haushalte würden bereits von der STRC-Ertragsstruktur profitieren. Gleichzeitig nimmt das institutionelle Interesse zu: Unternehmen wie BlackRock und VanEck haben STRC laut Saylor in ihre Allokationen innerhalb von Kreditfonds aufgenommen.
Die Nachfrage habe sich zudem als zyklisch erwiesen. Während der Marktschwäche im Februar seien die Zuflüsse zurückgegangen, bis April jedoch wieder kräftig gestiegen und hätten 3,5 Mrd. US-Dollar erreicht. Zusätzlich kündigte Strategy eine Shelf-Registration über 21 Mrd. US-Dollar im Zusammenhang mit STRC an, was im Vergleich zu früheren Kreditinstrumenten eine deutliche Ausweitung darstelle.
Saylor ergänzte, STRC-Dividenden würden als Rückzahlung von Kapital (return of capital) klassifiziert. Das könne eine Steuerstundung ermöglichen und die Ertragseffizienz erhöhen.
Rund um STRC entsteht laut Darstellung ein breiteres Ökosystem, in dem weitere Finanzschichten aufgebaut werden. Prognosen aus dem Umfeld deuten darauf hin, dass dieses Segment binnen weniger Wochen einen Wert von 1 Mrd. US-Dollar erreichen könnte.