XRP: 4.300 neue Wallets in 24 Stunden – On-Chain-Daten deuten auf bullisches Setup

XRP verzeichnete in diesem Jahr einen der stärksten Schübe beim Netzwerkwachstum – und On-Chain-Analysten sehen darin ein mögliches bullisches Signal. Santiment zufolge wurden innerhalb von 24 Stunden rund 4.300 neue XRP-Wallets angelegt. Damit handelt es sich um den viertgrößten Anstieg bei der Wallet-Neuanlage im Jahr 2026. Santiment wertete die Bewegung als relevant, weil „Netzwerkwachstum zu den wichtigsten Frühindikatoren zählt, um Trendwenden zu erkennen“. Der Sprung passe zudem zu weiteren On-Chain-Werten, die auf einen vergleichsweise risikoärmeren Einstiegsbereich hindeuten könnten. In einem aktuellen Livestream ordnete Santiment-Analyst Brian Quinlivan die Daten ein und nannte drei auffällige Signale: frische Wallet-Zuflüsse, niedrige Profitabilität bestehender Halter und gedämpfte Stimmung in sozialen Medien. Zusammengenommen ergebe sich aus seiner Sicht ein „unterbewertetes“ Setup für XRP. Wichtige On-Chain-Kennzahlen: - 365-Tage-MVRV (durchschnittlicher nicht realisierter Gewinn/Verlust der Halter): ca. 35,12% - 30-Tage-MVRV: rund 3% Quinlivan betonte: Fallen MVRV-Werte unter null, bedeutet das, dass sowohl jüngere als auch längerfristige Investoren keine großen nicht realisierten Gewinne aufweisen – historisch eher ein weniger überhitztes Umfeld mit geringerem Risiko für Einstiege. Besonders hob er den langfristigen Wert hervor: „Alles unter 30, egal bei welchem Asset, sollte Vertrauen geben, weil es quantifiziert, wie viel "Blut in den Straßen" ist“, so Quinlivan. Deutliche Rückgänge bei bestehenden Haltern könnten den Markteintritt weniger riskant machen. Auch die Social-Daten stützen den konträren Ansatz. Santiment misst bei XRP zuletzt einen negativeren Ton als üblich: etwa 1,7 bullische Kommentare je bärischem Kommentar – unter dem typischen XRP-Niveau von rund 2:1. Ohne den Ausreißer vom 14. Mai lag die Stimmung demnach seit etwa 10 Tagen unter dem Durchschnitt. Santiment wertet solche Phasen oft als konstruktiv, da starke Euphorie häufig nahe lokaler Hochs auftrete, während Gleichgültigkeit oder Frust eher günstigere Einstiegsgelegenheiten begünstigen könnten. Quinlivan stellte das XRP-Bild zudem in einen schwächeren Altcoin-Kontext: Viele Token hätten die Bitcoin-Gewinne nicht nachvollzogen, und narrativ getriebener Hype könne schnell verpuffen, wenn der Kurs die Story nicht bestätige. Als Beispiel nannte er ein jüngstes Rakuten-Partnerschaftsnarrativ rund um XRP, bei dem die Aufmerksamkeit nachließ, als der Markt nicht reagierte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte XRP bei etwa 1,36 US-Dollar.