Ripple-Chef sieht Rekordstart ins Jahr 2026 – mahnt aber bei US-Regulierung zur Vorsicht

Ripple-Labs-CEO Brad Garlinghouse rechnet trotz regulatorischer Unsicherheiten mit einem starken Wachstumsschub: In einem Interview sagte er laut ChainCatcher, das Geschäft beschleunige sich weiter – getrieben durch Fusionen und Übernahmen – und das erste Quartal 2026 könne "rekordverdächtig" ausfallen. Garlinghouse bezifferte Ripples Engagement im Krypto-Ökosystem für 2025 auf rund 4 Mrd. US-Dollar, verteilt auf Investitionen und Akquisitionen. Dazu zählen unter anderem der Kauf von Hidden Road für 1,25 Mrd. US-Dollar sowie die Übernahme von GTreasury für 1 Mrd. US-Dollar. Damit habe Ripple seine Position im Bereich institutioneller Dienstleistungen und Finanzinfrastruktur deutlich ausgebaut. Zur US-Politik für digitale Vermögenswerte äußerte sich Garlinghouse grundsätzlich optimistisch, erwartet beim CLARITY Act aber eine spätere Verabschiedung als bislang angenommen. Der Zeitplan habe sich von Ende April auf Ende Mai verschoben. Er warnte zudem, sollte Regulierung "als Waffe" für politische Zwecke eingesetzt werden statt der Entwicklung der Branche zu dienen, könne dies Innovationen bremsen. Der Markt beobachte genau, ob der regulatorische Rahmen in den USA tatsächlich umgesetzt werde; eine Rückkehr zu der Unsicherheit während der Amtszeit von Gary Gensler müsse vermieden werden. Derzeit verhandeln Krypto-Unternehmen und traditionelle Finanzinstitute weiterhin über zentrale Details der Gesetzgebung. Streitpunkte wie etwa die Frage nach Renditen bei Stablecoins sorgen laut Garlinghouse für Widerstand und erschweren Fortschritte bei der Regulierung.