Öl-Futures: 950 Mio. US-Dollar an Shorts kurz vor Ankündigung der US-Iran-Waffenruhe

Wie Reuters berichtet, bauten Anleger am Dienstag um 19:45 Uhr GMT wenige Stunden vor der Bekanntgabe einer US-Iran-Waffenruhe 8.600 Futures-Kontrakte auf Brent und WTI ab und positionierten sich damit mit Short-Engagements von rund 950 Mio. US-Dollar. Um 22:30 Uhr GMT kündigte US-Präsident Trump noch am selben Abend eine zweiwöchige Waffenruhe mit dem Iran an. In der Folge gaben die Öl-Futures um etwa 15% nach und fielen unter 100 US-Dollar je Barrel. Auffällig: Derart große Orders werden üblicherweise auf mehrere Handelsplätze verteilt, um Preiswirkungen zu begrenzen. Die Ausführung als einzelne Großorder unmittelbar nach dem Settlement gilt als ungewöhnlich. Das Muster erinnert an den 23. März: Damals verkauften Investoren rund 500 Mio. US-Dollar an Öl-Futures nur 15 Minuten bevor Trump eine Verzögerung von Angriffen auf die iranische Energieinfrastruktur ankündigte. Auch anschließend fiel der Ölpreis um etwa 15%.