QCP: Jüngste Bitcoin-Rallye eher durch geringeres Risiko als durch Fundamentaldaten getragen
Laut BlockBeats veröffentlichte QCP am 22. April einen Marktausblick. Demnach erholte sich BTC von einem nächtlichen Tief nahe 75.000 US-Dollar auf rund 78.000 US-Dollar. QCP wertet die Bewegung weniger als zurückkehrendes Vertrauen, sondern vor allem als Abbau von Positionen.
Nach der Verlängerung der Waffenruhe-Vereinbarung mit dem Iran seien die Sorgen vor einer kurzfristigen Eskalation zurückgegangen. Die Aussage von Walsh habe zudem den datenabhängigen Kurs der US-Notenbank unterstrichen, ohne eine dovishe Wende anzudeuten. Das Risiko-Sentiment habe sich stabilisiert, die makroökonomischen Belastungsfaktoren blieben aber bestehen.
Für Kryptowährungen gelte: Der BTC-Rebound werde eher von reduziertem Tail-Risk als von verbesserten Fundamentaldaten getragen. Das Open Interest sei wieder aufgebaut worden, während die Funding Rates weiterhin negativ seien. Das deute auf neu eröffnete Short-Positionen hin, nicht auf das Aufgeben von Longs. Damit bleibe die Short-Squeeze-Dynamik grundsätzlich intakt, die Überzeugung am Markt sei jedoch gering.
Ein ähnliches Bild zeige der Optionsmarkt. Die Volatilität des Front-Month liege bei etwa 40 Vol und damit weiterhin niedrig im Verhältnis zur realisierten Volatilität. Der Skew begünstige weiter Abwärtsschutz, und die Terminstruktur sei nur leicht ansteigend. Das Positioning spreche damit eher für eine Seitwärtsphase als für einen nachhaltigen Ausbruch.
QCP sieht den weiteren Kursverlauf vor allem an Ölpreisen und der geldpolitischen Richtung ausgerichtet. Sinkende Ölpreise oder klarere Signale der Federal Reserve könnten Risikoanlagen stützen. Bleiben diese Impulse aus, dürfte der Markt im Wartemodus verharren und Unsicherheit einpreisen, statt eine eindeutige Auflösung zu suchen.