OPEC-Fördermenge bricht im März um 25% ein – stärkster Rückgang seit vier Jahrzehnten

Odaily Planet Daily berichtet: Der Konflikt im Nahen Osten hat die Exporte wichtiger Mitgliedsländer gebremst und bei der OPEC im März den stärksten Produktionseinbruch seit mindestens vier Jahrzehnten ausgelöst. Laut Umfragen sank die tägliche Förderung um 7,56 Mio. Barrel (rund 25%) auf 22 Mio. Barrel. Nach seit 1989 von der Agentur zusammengestellten Daten ist dies der größte monatliche Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen. In absoluten Barrel übertraf der Einbruch auch den Rückgang während des arabischen Ölembargos 1973. In Daniel Yergins Buch "The Prize" wird der damalige Angebotsausfall zwischen Oktober und Dezember mit insgesamt 5 Mio. Barrel pro Tag beziffert – allerdings in einem deutlich kleineren Weltmarkt. Am stärksten betroffen war den Erhebungen zufolge der OPEC-Staat Irak, der am stärksten von der Straße von Hormus abhängig ist: Die Förderung fiel um 2,76 Mio. Barrel pro Tag auf 1,63 Mio. Barrel. Es folgten Saudi-Arabien und die VAE, die Exporte teilweise über alternative Pipelines umleiten konnten. Saudi-Arabiens Produktion sank um 2,07 Mio. Barrel pro Tag auf 8,36 Mio. Barrel, die Förderung der VAE ging um 1,44 Mio. Barrel pro Tag auf 2,16 Mio. Barrel zurück. Obwohl Saudi-Arabien über das Rote Meer exportieren kann, zeigen Tanker-Tracking-Daten, dass die Exporte im März um etwa 50% zurückgingen. (Jin10)