Mastercard erhält BitLicense in New York und baut Stablecoin- sowie Blockchain-Angebote aus
Die New York State Department of Financial Services (NYDFS) hat Mastercard eine BitLicense erteilt. Damit kann der Zahlungsdienstleister seine Dienste für die Abwicklung digitaler Vermögenswerte und Krypto-Zahlungen im Bundesstaat New York ausweiten.
Die Genehmigung gilt für Mastercard Transaction Services (U.S.) LLC und erfolgt im Rahmen des New Yorker Virtual-Currency-Regelwerks. Dieses verpflichtet Anbieter zu strengen Vorgaben bei Cybersicherheit, Compliance und Verbraucherschutz.
Mastercard sieht die Lizenz als Baustein seiner Strategie für eine regulierte Infrastruktur im digitalen Zahlungsverkehr. Im Fokus stehen Abwicklungsmodelle auf Basis von Stablecoins und tokenisierten Einlagen (tokenized deposits). Das Unternehmen betont, dabei dieselben operativen Standards wie im globalen Zahlungsnetzwerk anzulegen. Produktchef Jorn Lambert hob die Bedeutung regulatorischer Klarheit hervor und verwies auf den Schwerpunkt bei Sicherheit, Risikomanagement und Compliance.
Die Entscheidung folgt auf jüngste Schritte zum Ausbau der Blockchain-Zahlungsinfrastruktur. Mastercard kooperierte zuletzt mit Chainlink, um Karteninhabern den direkten On-Chain-Kauf von Krypto-Assets über das Mastercard-Netzwerk und Interoperabilitäts-Tools von Chainlink zu ermöglichen. Zudem übernahm Mastercard den in London ansässigen Stablecoin-Infrastrukturanbieter BVNK in einem Deal, der Berichten zufolge ein Volumen von bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar erreichen kann. Laut Mastercard erweitert die Akquisition die Reichweite blockchainbasierter Zahlungsabwicklung auf mehr als 130 Länder.
Mit der BitLicense will Mastercard Angebote rund um Übertragung, Verwahrung und Konvertierung digitaler Vermögenswerte unterstützen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, Abwicklungssysteme zu fördern, die an Stablecoins und tokenisierte Einlagen gekoppelt sind.
Der Schritt erfolgt in einem Umfeld zunehmender Konkurrenz im regulierten Markt für digitale Zahlungen. Visa weitete zuletzt sein Stablecoin-Abwicklungs-Pilotprogramm für Business-Zahlungen auf weitere Blockchain-Netzwerke aus. Mastercard verweist auf die eigene Ausrichtung auf Interoperabilität zwischen traditionellen Finanzsystemen und Blockchain-Netzwerken und sieht robuste Zahlungsinfrastruktur als zentral, während die Nutzung digitaler Assets in den Finanzmärkten weiter zunimmt.
NYDFS hatte die BitLicense bereits zuvor als umfassenden Regulierungsrahmen für Virtual-Currency-Unternehmen beschrieben, die in New York tätig sind.