US-Bundesgericht in New York verpflichtet Arbitrum DAO zur Sperre von rund 71 Mio. US-Dollar in ETH mit Bezug zu nordkoreanischen Hackern

Laut BlockBeats hat ein US-Gericht eine einstweilige Verfügung gegen die Arbitrum DAO erlassen. Aus Unterlagen, die am 3. Mai beim U.S. District Court for the Southern District of New York eingereicht wurden, geht hervor, dass der DAO untersagt wird, rund 71 Mio. US-Dollar in ETH zu bewegen, die nach dem KelpDAO-Hack eingefroren worden waren. Die Kläger wollen die Vermögenswerte zur Vollstreckung offener Urteile nutzen, die mit Nordkoreas langjährigen Terrorakten, Entführungen und weiteren Straftaten in Verbindung stehen. Den Gerichtsakten zufolge beantragten sie eine ersatzweise Zustellung zur Benachrichtigung der Arbitrum DAO und behandeln die DAO als haftungsfähige "Partnership". Das Gericht verwies zudem darauf, dass die Arbitrum DAO über einen von ARB-Inhabern gesteuerten Security Council verfügt, der in Notfällen Maßnahmen ergreifen kann. Mitglieder, die eine Zusammenarbeit verweigern, könnten demnach rechtlichen Risiken bis hin zu Sanktionen wegen Missachtung des Gerichts ausgesetzt sein. Marktteilnehmer sehen in dem Verfahren einen möglichen Präzedenzfall dafür, wie die US-Justiz Governance-Strukturen von DAOs unmittelbar adressiert. Zugleich rückt der Fall den wachsenden Compliance-Druck auf DeFi-Protokolle im Rahmen realweltlicher Rechtsordnungen in den Fokus.