Morgan Stanley bringt Bitcoin-ETF mit 14 Basispunkten an den Start und greift BlackRocks IBIT an

Morgan Stanley positioniert sich im Wettbewerb um US-Spot-Bitcoin-ETFs mit einem besonders niedrigen Gebührenmodell und nimmt damit Anbieter wie BlackRock und Grayscale ins Visier. Trotz zuletzt deutlicher Mittelabflüsse in dem Segment bleibt das institutionelle Interesse nach Einschätzung von Marktbeobachtern hoch. Morgan Stanley hat seinen S-1-Antrag geändert und einen Spot-Bitcoin-ETF unter dem Kürzel MSBT vorgeschlagen. Geplant ist eine Verwaltungsgebühr von 14 Basispunkten. Damit läge das Produkt unter Grayscale (0,15%) und BlackRock (25 Basispunkte). Bei Zulassung wäre es der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank aufgelegt wird – ein weiterer Schritt für die institutionelle Krypto-Adoption. Analyst MartyParty erwartet, dass die Kombination aus Niedriggebühr und einer angestrebten Notierung an der NYSE Arca den Preisdruck im ETF-Markt erhöht. Zusätzlich könnten über das Wealth-Management-Netzwerk von Morgan Stanley beratungsgetriebene Zuflüsse folgen. Die Bank verwaltet rund 6 Billionen US-Dollar und arbeitet mit 16.000 Beratern. ETF-Experte Nate Geraci betonte, dass die Gebühr des Bitcoin-ETFs spürbar unter der des hauseigenen Gold-ETFs liegen würde. Der Markt für US-Spot-Bitcoin-ETFs stand zuletzt unter Abgabedruck. Vor dem Wochenschluss war Bitcoin auf 66.000 US-Dollar gefallen; geopolitische Spannungen und Belastungen am US-Anleihemarkt dämpften die Risikobereitschaft. Am Freitag, dem 27. März, verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs Nettoabflüsse von 225 Mio. US-Dollar. Die größten Abflüsse entfielen auf BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT): Im Tagesverlauf flossen netto 3.061 Bitcoin ab, umgerechnet rund 201,67 Mio. US-Dollar. Gleichzeitig kam der Fonds auf 2,5 Mrd. US-Dollar Handelsvolumen – ein Hinweis auf weiterhin hohe Aktivität, auch wenn Abflüsse kurzfristige Positionierungswechsel widerspiegeln können. Bloomberg-ETF-Stratege James Seyffart rechnet mit einem Start des Morgan-Stanley-Bitcoin-ETFs (MSBT) im April. Die derzeit niedrigste Standardgebühr bei US-Spot-Bitcoin-ETFs liege bei 0,15%, was den zunehmenden Gebührenwettbewerb unterstreiche. Seyffart zufolge hat Morgan Stanley zudem Anträge für Spot-Solana- und Ethereum-ETFs eingereicht und könnte auch dort mit ähnlich günstigen Produkten antreten. Als aktuell günstigstes Angebot nannte er den VanEck Bitcoin Trust (HODL), der aufgrund eines befristeten Gebührenverzichts vorübergehend bei 0,00% liegt.