Morgan Stanley beantragt Bitcoin-Spot-ETF mit 0,14% Gebühr und zielt auf Marktanteile
Morgan Stanley will einen Bitcoin-Spot-ETF mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,14% auf den Markt bringen und damit preislich unter großen Konkurrenten wie BlackRock und Fidelity liegen. Aus einer aktualisierten Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass der Antrag im März 2026 eingereicht wurde und der Fonds unter dem Ticker MSBT laufen soll.
Mit der Gebühr von 0,14% würde der ETF zu den günstigsten Angeboten im aktuellen Spot-Bitcoin-ETF-Segment zählen. Zum Vergleich: Grayscale verlangt 0,15% für den Bitcoin Mini Trust, BlackRock und Fidelity liegen bei jeweils 0,25%. Die Preisstrategie zielt darauf ab, sowohl institutionelle als auch private Anleger anzusprechen. In wettbewerbsintensiven ETF-Kategorien führen niedrigere Gebühren häufig zu höheren Mittelzuflüssen.
Morgan Stanley könnte dabei auf seine Vertriebskraft setzen. Die Bank verwaltet Kundengelder in Höhe von 6,2 Billionen US-Dollar und arbeitet mit rund 16.000 Finanzberatern. Dieses Netzwerk könnte bei einer Zulassung eine schnelle Marktdurchdringung unterstützen.
Die Unterlagen beschreiben eine passiv gemanagte Struktur, die den Bitcoin-Preis nachbildet, ohne kurzfristige Marktschwankungen aktiv zu handeln. Coinbase ist als Verwahrer (Custodian) und Prime Broker vorgesehen, BNY Mellon übernimmt Administration sowie Transfer-Services. Die New York Stock Exchange hat bereits eine Börsennotiz für MSBT veröffentlicht; der Handelsstart wäre nach regulatorischer Freigabe möglich.
Parallel dazu baut Morgan Stanley seine Digital-Asset-Strategie weiter aus. Im Januar 2026 beantragte die Bank bereits ETFs auf Bitcoin und Solana und stellte zudem einen Antrag auf eine nationale Trust-Bank-Lizenz, um Verwahrung und Handelsdienstleistungen zu unterstützen. Amy Oldenburg, Leiterin der Digital-Asset-Strategie, erklärte, man arbeite seit Jahren am infrastrukturellen Aufbau; die Integration von Blockchain-Systemen erfordere umfangreiche technische Anpassungen innerhalb klassischer Bankstrukturen.
Für Anleger spricht sich Morgan Stanley außerdem für eine Krypto-Allokation von 2% bis 4% in Portfolios aus, einschließlich Altersvorsorgekonten wie IRAs und 401(k)-Plänen. Zudem hält die Bank nach eigenen Angaben Bitcoin-ETFs im Umfang von rund 729 Mio. US-Dollar, davon etwa 667 Mio. US-Dollar im Fonds von BlackRock.