Morgan Stanley meldet XRP-ETF-Bestände in 13F-Einreichung für Q1 2026

Morgan Stanley hat in seiner 13F-Meldung für das erste Quartal 2026 bei der US-Börsenaufsicht SEC eine Beteiligung an zwei XRP-bezogenen börsengehandelten Fonds offengelegt. Marktberichte, die sich auf die Einreichung beziehen, werten die Position als klein, dennoch rückt damit XRP in die Liste der Digital-Asset-Produkte eines der größten Vermögensverwalter der Wall Street. Das Institut, das nach eigenen Angaben mehr als 9 Billionen US-Dollar an Kundengeldern betreut, weist Anteile am Volatility Shares XRP ETF sowie am Grayscale XRP ETF aus. Gemeldet wurden 1.700 Anteile am Volatility Shares XRP ETF und 100 Anteile am Grayscale XRP ETF, der auch unter dem Ticker GXRP geführt wird. Die SEC-Unterlagen zeigen, dass das Engagement über regulierte Investmentprodukte erfolgt und nicht über direkte Token-Bestände. Es handelt sich also um ETF-Anteile mit XRP-Bezug, nicht um einen On-Chain-Wallet-Bestand. Die Summe bleibt im Verhältnis zur gesamten Portfoliotätigkeit von Morgan Stanley überschaubar. Die Offenlegung fällt in eine Phase steigender institutioneller Aufmerksamkeit für XRP-ETFs. Für Mai 2026 werden für US-Spot-XRP-ETFs Zuflüsse gemeldet, darunter ein Tageszufluss von 25,8 Mio. US-Dollar am 11. Mai sowie 60,5 Mio. US-Dollar in der Woche vom 11. bis 15. Mai. Seit dem Start im November 2025 sollen die Produkte kumulierte Zuflüsse von 1,37 Mrd. US-Dollar erreicht haben. Damit liegen XRP-ETFs in der Krypto-Fondslandschaft hinter Bitcoin- und Ethereum-ETFs. Morgan Stanleys Meldung passt zugleich in eine breitere Ausrichtung der Bank im Digital-Asset-Geschäft. Das Haus hat den Zugang zu Krypto-Produkten ausgebaut und setzt stärker auf eigene Angebote über Privat- und institutionelle Kanäle. Über die E*Trade-Plattform wurde ein Retail-Angebot für den Kryptohandel eingeführt, das Bitcoin, Ethereum und Solana unterstützt. Für Liquidität sowie Custody-Infrastruktur kommt laut den genannten Details Zero Hash zum Einsatz. Parallel treibt Morgan Stanley eigene Krypto-Fonds voran. Dazu zählen Berichten zufolge der Morgan Stanley Bitcoin Trust sowie Einreichungen für Spot-Trusts auf Ethereum und Solana. Beim Ethereum-Produkt ist in den beschriebenen Registrierungsplänen ein automatisierter Staking-Ertragsmechanismus vorgesehen. Im Umfeld der Strategie wird zudem an einer digitalen Wallet für institutionelle Kunden und vermögende Privatkunden gearbeitet. Erwartet wird ein Schwerpunkt auf Verwahrung und Abwicklung tokenisierter Real-World-Assets, darunter Private Equity, Anleihen und Immobilien. Während der XRP-Kurs zuletzt als weitgehend seitwärts beschrieben wird, bleibt die Aktivität rund um XRP-Anlageprodukte ein Marktbeobachtungspunkt. Neben ETF-Zuflüssen werden auch Veränderungen bei großen Wallet-Beständen genannt. Daten zufolge hielten am 12. Mai 332.230 Wallets mindestens 10.000 XRP, ein Rekordwert. Wallets mit 1 Mio. XRP oder mehr sollen seit Beginn 2026 um 42 Adressen zugelegt haben; diese Gruppe habe im ersten Quartal 1,2 Mrd. XRP akkumuliert. Auch die Unternehmensentwicklung von Ripple wird als zusätzlicher Faktor für institutionelles Interesse an XRP-naher Infrastruktur genannt. Ripple schloss die Übernahme des Prime Brokers Hidden Road für 1,25 Mrd. US-Dollar ab und erweitert damit den Zugang zu institutionellem Trading und Settlement. Zudem wurde Ripple im Zusammenhang mit Verzeichniseinträgen bei DTCC und NSCC erwähnt, wodurch Teile des ausgebauten Geschäfts näher an traditionelle Marktinfrastruktur rücken. In den Marktdiskussionen bleibt außerdem eine Prognose von Standard Chartered präsent: Laut Jake Claver hält die Bank weiterhin an einem Zuflussziel von 4 bis 8 Mrd. US-Dollar für XRP-ETFs im Jahr 2026 fest, abhängig von der Verabschiedung des CLARITY Act.