Morgan Stanley senkt Gebühr für Bitcoin-Spot-ETF auf 0,14% – neuer Tiefstwert am Markt
Morgan Stanley drückt bei den Gebühren nach unten: In einer aktualisierten S-1-Registrierung bei der US-Börsenaufsicht SEC setzt die Bank für ihren geplanten Spot-Bitcoin-ETF eine Managementgebühr von 0,14% an. Erhält das Produkt die Genehmigung, wäre es damit der günstigste Anbieter im derzeit auf rund 85 bis 92 Mrd. US-Dollar geschätzten Markt für Spot-Bitcoin-ETFs.
Zum Vergleich: Der Grayscale Bitcoin Mini Trust verlangt 0,15%, BlackRocks iShares Bitcoin Trust und der Fidelity Wise Origin Bitcoin Fund liegen jeweils bei 0,25%.
Morgan Stanley zählt zu den größten US-Banken, verwaltet nach eigenen Angaben 6,2 Bio. US-Dollar an Kundenvermögen und beschäftigt rund 16.000 Finanzberater. Lange galt das Institut als zurückhaltender Beobachter des Kryptomarkts. Am 6. Januar 2026 reichte Morgan Stanley dann erstmals Anträge für einen Spot-Bitcoin-ETF und einen Spot-Solana-ETF ein. Kurz darauf folgte ein Antrag auf einen staked Ether ETF; zudem übernahm Amy Oldenburg, eine langjährige Führungskraft, die Leitung der Digital-Asset-Strategie.
Am 17. März legte die Bank eine geänderte S-1 vor und nannte eine Seed-Investition von 1 Mio. US-Dollar sowie das Tickersymbol MSBT. Als geplante Verwahrstellen wurden Coinbase und BNY Mellon genannt. Eine Woche später veröffentlichte die New York Stock Exchange (NYSE) eine offizielle Notierung und bezeichnete den Start als "unmittelbar bevorstehend".
Parallel zur ETF-Offensive beantragte Morgan Stanley Mitte Februar eine nationale Trust-Banking-Lizenz, um Krypto-Verwahrung, Handel und Staking anbieten zu können. Kunden empfiehlt die Bank inzwischen, 2% bis 4% ihrer Portfolios in Kryptowährungen zu investieren – auch in Altersvorsorgekonten wie IRAs und 401(k)-Plänen.
Trotz ungelöster Spannungen mit Stablecoin-Emittenten rund um Yield-Farming erhöhen Banken ihre Blockchain- und Krypto-Exponierung über Produkte wie ETFs, tokenisierte Fiat-Einlagen und tokenisierte Real-World Assets. Zu den Treibern zählen unter anderem JPMorgan Chase, Standard Chartered und Goldman Sachs, die damit zur weiteren Etablierung von Kryptowährungen im globalen Finanzsystem beitragen.