Minnesota schafft Rechtsrahmen für Krypto-Verwahrung durch Banken und Kreditgenossenschaften

Minnesotas Gouverneur Tim Walz hat das Gesetz zur Krypto-Verwahrung HF 3709 mit parteiübergreifender Unterstützung unterzeichnet. Damit erhalten staatlich lizenzierte Banken und Kreditgenossenschaften in Minnesota ab dem 1. August 2026 die Möglichkeit, regulierte Verwahrleistungen für Kryptowährungen anzubieten. Das Regelwerk schafft Vorgaben für die Verwahrung und Verwaltung digitaler Vermögenswerte wie Bitcoin unter Aufsicht des Minnesota Department of Commerce. Erlaubt ist die Krypto-Verwahrung in nicht-treuhänderischer Funktion; Institute dürfen Kundengelder in Form digitaler Assets sichern und die zugehörigen privaten kryptografischen Schlüssel verwalten. Für das Angebot gelten Compliance-Anforderungen: Institute müssen interne Richtlinien zu Cybersicherheit, Risikomanagement, Notfall- und Business-Continuity-Planung sowie operativen Kontrollen etablieren. Zudem schreibt das Gesetz vor, dass digitale Kundengüter strikt von den Eigenbeständen des Instituts getrennt zu halten sind. Banken und Kreditgenossenschaften dürfen diese Assets nicht als Eigentum des Instituts behandeln. Vor dem Start des Verwahrgeschäfts ist mindestens 60 Tage im Voraus eine schriftliche Anzeige beim Minnesota Commissioner of Commerce einzureichen. Darin sind unter anderem die eingesetzten Cybersicherheits-Systeme und der Rahmen für das Risikomanagement darzulegen. Die Neuregelung könnte zahlreiche Institute im Bundesstaat betreffen. Nach Regierungsdaten aus Minnesota vom Mai 2025 gab es 240 versicherte Geschäftsbanken mit Vermögenswerten von rund 128 Mrd. US-Dollar sowie 82 mitgliedergetragene Kreditgenossenschaften, die unter dem Minnesota Credit Union Network tätig sind. HF 3709 folgt auf ein weiteres Digital-Asset-Gesetz, das Walz am 5. Mai unterzeichnete. Diese Regelung untersagte Krypto-Kioske und -Geldautomaten in ganz Minnesota, nachdem es Berichte über betrugsbezogene Vorfälle mit Einwohnern gegeben hatte. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der mehrere Krypto-Unternehmen auf Bundesebene Bank- und Verwahrzulassungen anstreben. Anfang dieses Monats bestätigte Payward, die Muttergesellschaft der Kryptobörse Kraken, einen Antrag beim Office of the Comptroller of the Currency auf eine nationale Trust-Company-Lizenz mit Schwerpunkt auf Digital-Asset-Verwahrung. Hinweis: Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Finanzberatung oder sonstige Beratung dar. Coin Edition übernimmt keine Verantwortung für Verluste, die aus der Nutzung der genannten Inhalte, Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Leser sollten vor Handlungen im Zusammenhang mit dem Unternehmen Vorsicht walten lassen.